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Eigentlich ist die Unternehmensgruppe Senivita mit Sitz in Bayreuth auf Altenpflege spezialisiert und Inhaber mehrerer Senioren- und Pflegeheime in der Fränkischen Schweiz. Doch schon vor einigen Jahren erkannte die Firmenspitze das Potenzial in der Ausbildung.
2004 wurde die Senivita-Fachoberschule (FOS) in Ebermannstadt gegründet — eine private Einrichtung, die inzwischen den Titel „staatlich anerkannte Ersatzschule“ trägt und wie staatliche Fachoberschulen auch, die Schüler zum Fachabitur führt. Mit Erfolg: Rund 125 Schülerinnen und Schüler lernen in diesem Schuljahr an der „FOS Fränkische Schweiz“ in den Ausbildungsrichtungen Sozialwesen, Wirtschaft und Verwaltung, Gestaltung und Agrarwirtschaft.
2008 erweiterte Senivita ihr schulisches Angebot im Wiesentstädtchen und schuf die „FOS im Wiesenttal“. Mit dem Titel „staatlich genehmigte Fachoberschule“ richtet sie sich an lernschwächere Schüler, die den für die Aufnahme an der staatlichen FOS nötigen Notendurchschnitt nicht mitbringen. Rund 35 Schüler lernen hier momentan.
Im Laufe der Zeit sei jedoch die Nachfrage nach dieser Schulform weniger geworden, sagt Schulleiter Bernhard Haberl. Zum einen, weil inzwischen wieder mehr Schüler einen Ausbildungsplatz bekommen, zum anderen, weil sich im beruflichen Schulwesen einiges geändert habe.
Aus diesem Grund will Senivita die FOS vom Wiesenttal in den Aischgrund verlegen und auch rein rechtlich auf andere Füße stellen: Aus der staatlich genehmigten soll am neuen Standort im „Haus der Vereine“ wie in Ebermannstadt eine staatlich anerkannte Schule werden.
Bis dahin dauere es jedoch noch einige Zeit, so Haberl. Immerhin gelte es erst, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Zunächst geht die FOS Aischgrund unter dem bekannten Titel ins neue Schuljahr. Und solange die staatliche Anerkennung ausstehe, bleibe die private Einrichtung auch kostenlos. Erst in zwei, drei Jahren, mit dem neuen Titel, werde Senivita Schulgeld erheben. Das sei moderat und liege je nach Einkommen der Eltern zwischen 95 und 250 Euro.
„Im ersten Jahr wollen wir die Fachrichtung Sozialwesen anbieten, bei entsprechender Nachfrage auch die Richtung Wirtschaft und Verwaltung“, erklärt Haberl, der FOS-Schulleiter bleibt. Er sehe aber durchaus Potenzial für ein baldiges Wachstum am neuen Standort: „Höchstadt hat eine große Realschule und die nächsten Fachoberschulen liegen relativ weit entfernt“, sagt er. Für ihn ist es daher nicht nur Zukunftsmusik, wenn er davon spricht, hier bald auch die anderen Fachrichtungen wie Gestaltung, Technik oder Agrarwirtschaft anzubieten.
Die neue FOS veranstaltet am Donnerstag, 2., und Dienstag, 7. Februar, jeweils um 19.30 Uhr in der Ritter-von-Spix-Schule Informationsabende zum Schulbeginn. Die Anmeldung ist dann vom 5. bis 16. März in der Brauhausgasse 3 in Höchstadt möglich, wo vorübergehend das Schulsekretariat eingerichtet ist.
