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Schüsse auf Katze: Zwei Kugeln im Kopf

"Nomi" am Auge verletzt - Besitzer aus Großenseebach haben Anzeige erstattet - 17.08.2013 17:19 Uhr

Seit ein feiger Katzenhasser „Nomi“ fast ins Auge geschossen hat, ist die Katze sehr ängstlich. Ihre Besitzer haben Anzeige erstattet.

Seit ein feiger Katzenhasser „Nomi“ fast ins Auge geschossen hat, ist die Katze sehr ängstlich. Ihre Besitzer haben Anzeige erstattet. © Seyb


„Vorsicht Kampfkatze“ steht auf dem Schild am Gartenzaun, doch Katze Nomi würde sich beim Fototermin mit der Presse am liebsten in der Ecke verkriechen. Erst auf dem Arm von Frauchen Corinna Kleinhenz fühlt sich die neunjährige Halbburmesin sicher. Sonst sei Nomi eine richtige Draufgängerin und die Chefin der beiden anderen Katzen im Haus, erzählt Horst Kleinhenz.

Seit vergangenem Wochenende ist sie allerdings extrem scheu. Deshalb vermutet er, dass sie am Freitag oder Samstag angeschossen wurde. Als er am Montagabend von der Arbeit nach Hause kam, bemerkte er, dass ihre linke Gesichtshälfte stark geschwollen und vereitert war. Er nahm die Katze auf den Arm und dabei fiel eine Kugel aus der Wunde. Damit war klar, dass es keine Verletzung nach einer Rauferei war, sondern eine Schusswunde. „Das hat uns erschüttert“, sagen die Kleinhenzens.

Zwei Einschüsse aus einem Luftgewehr wurden in der Tierarztpraxis Wingeß in Herzogenaurach festgestellt. Deshalb ist Horst Kleinhenz vom Tierarzt aus gleich zur Polizei gegangen und hat Anzeige erstattet. Die Polizei vermutet, dass der Schütze gezielt auf das Auge geschossen hat. Eine Nachbarin hat Luftgewehrkugeln im Garten gefunden.

„Tiermisshandlungen haben wir schon öfter erlebt“, sagt Corinna Kleinhenz. Vor elf Jahren haben ihre drei Katzen Rattengift gefressen, eine überlebte es nicht. Vor neun Jahren wurde ein kleiner Kater erschlagen. Diese Vorfälle haben sie damals allerdings nicht angezeigt. Über das Motiv des Schützen kann Corinna Kleinhenz nur Vermutungen anstellen. Entweder war es ein Katzenhasser oder jemand hat aus Langeweile herumgeschossen. Für einen Katzenhasser als Täter spräche auch, dass laut Horst Kleinhenz seine Katze „periodisch verstört“, das heißt, einige Male im Jahr auffällig ängstlich ist.


Inzwischen geht es Nomi besser und die Schwellung ist zurückgegangen. Aber seit Montag hat das Ehepaar ein mulmiges Gefühl, wenn es abends heimkommt. Ist mit den Katzen alles in Ordnung? Deshalb haben sie Wurfzettel in der Umgebung verteilt, um den feigen Schützen zu entlarven. Sie hoffen auf aufmerksame Nachbarn, damit so etwas nicht mehr passiert. Und vorsichtshalber holen sie ihre Katzen jeden Abend ins Haus. 

ese

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