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„Sie sind eine Bereicherung für die Schule und ganz Herzogenaurach“, sagt Elternbeiratsvorsitzende Dorle von Burg und erntet Beifall. Denn dass Petra Pausch beliebt ist, daran besteht kein Zweifel. Äußerst belastbar, fleißig und innovativ — diese Beschreibung fand Schulrätin Elisabeth Wolfermann in alten Beurteilungen der 48-Jährigen.
„Sie können den Tag ganz entspannt genießen“, ruft Wolfermann der Person im Mittelpunkt zu, „schließlich sind Sie schon ein alter Hase.“ Denn bereits seit August 2010 erweist Pausch der Schule gute Dienste, sprang sogleich für Rektorin Gabriele Lommer ein, die krankheitsbedingt aussetzen musste. „Das, obwohl sie die Kinder und die Kollegen kaum kannte“, betont zweite Bürgermeisterin und Kollegin Renate Schroff. Nach eineinhalbjähriger Vertretung der Schulleiterin ist die zweifache Mutter nun seit erstem Februar offiziell die Konrektorin der Grundschule.
„Lern was G’scheites, das kann dir keiner nehma“, war das Credo ihres Vaters, der ihr bereitwillig Nachhilfe fürs Gymnasium finanzierte. Dass sie mit der Mutter stundenlang am Küchentisch über Deutschaufsätzen saß, daran kann sich Pausch noch gut erinnern. Und ist ihren Eltern für deren Unterstützung sehr dankbar. Denn schon in der ersten Klasse stand für die Oberreichenbacherin fest, dass sie Grundschullehrerin werden möchte. Zu verdanken hat das die hiesige Schullandschaft Pauschs erster Klassenleiterin. Denn Pausch war von ihrer Lehrerin Frau Schwab schon im ersten Schuljahr 1969/70 so begeistert, dass kein anderer Berufswunsch in Frage kam. So ging die „stille und verträumte Schülerin“, wie sie selbst sagt, nach der Lehramtsprüfung 1989 erst einmal für zwei Jahre ins schwäbische Günzburg, um dann wieder in die Region zurückzukehren. Nach einer fünfjährigen Elternpause und Stationen in Erlangen, Mühlhausen und Lonnerstadt landete sie schließlich in der „Weltstadt mit Herz“, wie Pausch schmunzelnd sagt.
Wie herzlich Petra Pausch in die Herzogenauracher Schulfamilie aufgenommen wurde, zeigen auch die Beiträge zu ihrer Einführungsfeier. Rektorin Gabriele Lommer findet nur lobende Worte und beweist zusammen mit Kollegin Eva Pfeiffer Humor bei einer „Büttenrede“: Die zwei Frauen ziehen sich Clownshüte an und preisen ihre Schule als Ort mit eigenem Fitnesscenter (Turnhalle) und hellem Restaurant (Mittagsbetreuung). Pfarrerin Karola Schürrle und Pfarrer Helmut Hetzel geben der Konrektorin ihren Segen.
Auch die Schüler hatten einiges vorbereitet, lassen Pausch auf einem mit bunten Blumen geschmückten Stuhl niedersitzen und präsentieren kleine Sketche, Flötenstücke, Lieder und feurige Experimente. Die zwei Töchter der Konrektorin, die 18-jährige Verina und die 20-jährige Viola, zeigen ebenfalls, wie stolz sie auf ihre Mutter sind und singen a capella „Amazing Grace“.
