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„Schee war’s, hat’s der gfalln?“, fragt der Adelsdorfer Jürgen Zenns zum Abschied und klopft Christian Pöllmann freundschaftlich auf die Schulter. „Komma nächstes Jahr widda?“ setzt er nach.
Christian Pöllmann nickt. Die einst spontane Feier zur Einweihung einer neuen Kücheneinrichtung vor fünf Jahren ist längst zur Tradition geworden. Musik haben die beiden Freunde schon damals gemacht, sogar in der Küche. Dort stehen jetzt viele hungrige Gäste, holen sich Verführerisches: Involtini vom Kalb, geschmorte Rinderbäckchen mit Trüffelmousse, Bonbons von Tauben und Wachteln, Hähnchen in pikanter Soße. Oder doch lieber Rotbarbe, vielleicht Saibling, raffiniert zubereitet?
Auch wenn das Anstehen besonders zu Anfang manchmal etwas dauert, Interessantes gibt es immer zu erfahren, zu beobachten. Wenn die beiden Köche Marc-Andreas Meister und Felix DeGroot und ihre Mannschaft letzte Hand anlegen, wenn man sich im Gespräch mit dem Nachbarn über kleine Tipps und Tricks zum Kochen austauscht, dann entsteht genau jene lockere Atmosphäre, die Christian Pöllmann als sein Motto ausgegeben hat. „Schau dich um, frag, fachsimpel und genieß“.
Draußen im Foyer kann man das am Stand der Deutschen See bei Kammmuschel-Garnelen-Spießen mit Meerrettichessenz oder am Küchenstand in der Lounge, wo ganz delikate Nudeltaschen besonders bei den Damen großen Anklang finden.
Vorher hatte die Küche mit gebackenen Wachteleiern, aromatisiert mit Trüffelöl auf Spinat gelockt. Seit vielen Jahren Stammgast, schätzt Achim Hirsch dieses Besondere, mit dem die Küche jedes Jahr aufs Neue überrascht. Dabei auf solch hohem Niveau, dass sogar sein Freund, ein wahrer Gourmet, seit fünf Jahren aus Nordhessen anreist. „Man kann überall in gute Restaurants gehen“, sagt Hirsch, „aber im 3 Kronen herrscht eine ganz ungezwungene Atmosphäre“.
Dazu beitragen würde die Freundlichkeit des Personals. Es servierte die Getränke – ausgezeichneter Wein zweier fränkischer Weingüter wurde an separaten Ständen kredenzt – und kleine Vorspeisen an den Tisch. Zum Beispiel Quiche mit Kürbis/Speck oder Birne/Walnuss, Krabben im Limonenschmand öffneten den Magen, sogar Sushi vom Spanferkelschäufele.
Küchenchef Meister gewährte am späten Abend als die Küche allmählich schloss Einblick in die Zubereitung. Das Schäufelefleisch wird gekocht, nochmals gegart, mit Kloßteig und Kräutern ummantelt, gekühlt und dann in dünne Scheiben geschnitten. Sushi von drei Früchten gab es auch beim Dessert, Eiskreationen und ein Himbeer-Schokolade „Clubsandwich“.
Weder dünn noch kalt, eher heiß, war auch diesmal das Beiprogramm, von dem ein Stammgast berichtete, dass sich „die Pöllmanns immer etwas einfallen“ ließen. Wulli Wullschläger mit leidenschaftlicher Gitarre und die stimmgewaltige Sonja Tonn waren heuer engagiert und zogen durch die Räume. „Wow, hat die eine Soulröhre“, so ein Urteil.
Viel Eindruck und überall ungläubiges Staunen hat Tischzauberer Wolfgang Klier hinterlassen. So sehr sich sein Publikum auch bemühte seinem Tun zu folgen, es scheiterte stets.
Andreas Zinsmeister, zum ersten Mal Gast der Küchenparty, war besonders eifrig. „Ich kriegs raus und schau genau hin“. Der Zauberer bewies ihm das Gegenteil. „Unglaublich!“ Der gesamte Abend, er fand ihn „einfach toll“. Das Essen war „sensationell, genauso das Drumherum“.
Mehr Informationen über das drei Kronen in unserer Rubrik Essen und Trinken!
Do. 24.05.12
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Do. 17.05.12