Montag, 24.09.2018

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Spatenstich in Dorfmitte: Wachenroth wird schöner

Zwei bisherige Straßen werden zusammengelegt — Böschung durch Mauer ersetzt: Oberhalb entsteht ein Dorfplatz — Alles barrierefrei - 21.06.2018 16:39 Uhr

Die Böschung mitten in Wachenroth verschwindet bald: Vertreter aller an der Baumaßnahme „Dorferneuerung Ortsmitte“ haben sich zum Spatenstich versammelt. © Foto: Maria Däumler


Die Erleichterung ist allen anzumerken. "Wir freuen uns über dieses bedeutsame Geschehen, unsere Dorfmitte wird ein neues und schöneres Gesicht erhalten und sicherer werden", wie Bürgermeister Friedrich Gleitsmann in seiner Rede anlässlich des Spatenstiches vor allen am Bauvorhaben Beteiligten ausführte. Schon 2007 wurde das Verfahren "Dorferneuerung Ortsmitte Wachenroth" angeordnet. Viel wurde auch mit den Anwohnern diskutiert, ob denn eine Dorferneuerung überhaupt notwendig sei. Doch inzwischen sind sich alle sicher: Die Dorfmitte wird künftig schöner und viel sicherer. Gleitsmann bedankte sich bei allen Beteiligten, "für den Mut sich einzubringen und auch dazu zu stehen". In Anspielung auf die zeitliche Verzögerung sagte er, dass "uns das eine schöne Preissteigerung" eingebracht habe, aber weiter zuwarten würde die Maßnahmen sicherlich auch nicht billiger machen. Deswegen sei man froh, jetzt beginnen zu können. Zum Schluss bedankte er sich bei allen für die fruchtbare Zusammenarbeit: "Ohne eure Mitarbeit wäre dieses Projekt nicht durchführbar."

Am Rande erläuterte der Bürgermeister, dass die Anlieger sich dank der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) nun nicht an den Kosten beteiligen müssen. "Die Beiträge fehlen uns jetzt natürlich, daher müssen wir das zwischenfinanzieren, bis die Regierung von Mittelfranken hier eine Lösung gefunden hat."

Was genau geplant ist, das erläuterte Georg Schreiber, der für das Projekt zuständige Bauingenieur des Planungsbüros Valentin Maier aus Höchstadt: Aus der bisher zweigeteilten Ortsdurchfahrung in der Dorfmitte – einmal Kreis- und einmal Staatsstraße – soll künftig eine einzige Straße werden, die südlich auf der Seite des Gasthauses "Grüner Baum" verläuft. Die Böschung zwischen den Straßen wird durch eine Stützmauer ersetzt, die aus Fertigteilelementen mit eingegossenen Natursteinen erstellt wird.

Oberhalb der Mauer, also nördlich, entsteht ein neuer Dorfplatz, auf dem Märkte, die Kirchweih und Sonstiges stattfinden könne, so Schreiber. Der Platz werde gepflastert, damit die Anlieger gut auf ihre Grundstücke fahren können. Insgesamt werden die Randbereiche breiter und mit Grünstreifen versehen. Alles werde barrierefrei mit einem Blindenleitsystem und entsprechenden Absenkungen gebaut. Es werden zwei neue Bushaltestellen, eine Fußgängerampel und weitere Überwege geschaffen. Ferner wird die unübersichtliche Abzweigung zur Kreisstraße ERH 23 in Richtung Kleinwachenroth entschärft.

Am Bau beteiligt sind wegen der Staatsstraße der Freistaat Bayern, wegen der Kreisstraße der Landkreis Erlangen-Höchstadt und natürlich die Gemeinde Wachenroth. Diese Tatsache habe die Abstimmungen nicht leichter gemacht, ließen sowohl Gleitsmann als auch Landrat Alexander Tritthart durchklingen. "Aber jetzt hat es ja geklappt." Tritthart wünschte allen, dass die Baumaßnahme zügig und unfallfrei verlaufe. Zudem versprach er, dass im Anschluss an die Bauarbeiten auch die ERH 23 in Richtung Kleinwachenroth umgebaut und optisch angeglichen werde.

Baustart in der Dorfmitte ist Anfang Juli, im Sommer 2019 sollen die Arbeiten beendet sein. Im ersten Bauabschnitt bis Ende September läuft der Verkehr über die Kreisstraße, ab Oktober wird die Staatsstraße teilweise gesperrt. Die Abzweigung nach Kleinwachenroth soll fast immer befahrbar sein. Für die Dauer der Bauarbeiten wird der Verkehr großräumig umgeleitet. 

MARIA DÄUMLER

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