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Chorleiter Joachim Adamczewski hatte deshalb dem Requiem Bachs Motette „Jesu, meine Freude“ vorangestellt. Das Werk für fünfstimmigen Chor nach dem bekannten Kirchenlied von Johann Franck (1650) ist im Ton einer Trauermusik gehalten und beschreibt die Abkehr von der Welt und die Hinwendung zu Jesus.
Das Requiem von 1791 ist Mozarts letzte Komposition. Er starb während der Arbeit an diesem Auftragswerk. Sein Schüler Franz Xaver Süßmayr vollendete es.
Das Orchester Sinfonia Bamberg und Kantor Toni Rotter an der elektrischen Orgel erwiesen sich als kongeniale Begleiter, die die dramatische Stimmung eindrucksvoll zu unterstreichen verstanden und nie die vier Solisten übertönten.
Auch diese gestalteten ideenreich ihre wenigen Solopartien und überzeugten als Ensemble mit schönem Zusammenklang der Stimmen. Eva Maria Helbig (Sopran) ist Gesangspädagogin an den Domchören in Bamberg und Daniela Gunreben (Alt) absolvierte das Meisterkonservatorium in Nürnberg.
Philip Farmand (Tenor) erhielt seine musikalische Grundausbildung bei Adamczewski am Christian-Ernst-Gymnasium in Erlangen und studiert Gesang an der Musikhochschule Köln. Christian Hilz (Bass) studierte nach seinem Abitur am Erlanger Fridericianum Gesang in Essen und hat seit 2009 eine Professur an der Hochschule der Künste in Bern inne.
Nach kurzer andächtiger Stille erhoben sich die Zuhörer anerkennend zum Beifall, nicht allein für die Musik, sondern für ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk.
(Eine ausführliche Kritik lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Nordbayerischen Nachrichten.)
