Donnerstag, 15.11.2018

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Videoüberwachung für das Schütt-Parkhaus?

Herzogenaurach: Areal steht im Verdacht, Treff für Drogenkonsumenten zu sein - 09.11.2018 05:57 Uhr

Das Parkhaus „An der Schütt“ in Herzogenaurach wird von Jugendlichen gerne als Treffpunkt genutzt. © Foto: Jürgen Petzoldt


"Das Parkhaus ist uns als Treffpunkt für Jugendliche bekannt", so ein Sprecher der Polizeiinspektion Herzogenaurach. Regelmäßig kommen dort junge Menschen zusammen – und zwar so häufig, dass die Polizei dort schwerpunktmäßig kontrolliert. "Unsere Streifen fahren dort bis zu fünf Mal täglich vorbei", so der Beamte. Drogen haben die Polizisten dabei noch nicht gefunden. "Das sind ganz normale Jugendliche, da steht aber natürlich auch mal ein Bier dabei, aber das ist noch im gesitteten Rahmen", so der Sprecher. Beschwerden wegen Ruhestörungen kämen allerdings öfter vor.

Der Stadt ist am Parkhaus noch eine ganz andere Sache ein Dorn im Auge: "In den letzten Monaten gab es häufiger Sachbeschädigungen", so Bürgermeister German Hacker. Erst vor wenigen Tagen beschädigte ein unbekannter Täter die Schranke, indem er die Befestigungsschrauben löste.

Deshalb will die Stadt jetzt durchgreifen: Zusammen mit der Polizei berate man derzeit, wie man dem entgegnen könne, so Hacker. "Wir überlegen auch, ob eine Videoüberwachung verhältnismäßig ist." Die käme aber vorerst nur für das Obergeschoss in Frage. Dort vermietet die Stadt Parkplätze an Privatleute. Spruchreif ist dieser Plan aber noch nicht: "Wir prüfen gerade noch, auch rechtliche Fragen sind noch nicht geklärt", erklärt Hacker.

Und was geschieht mit Jugendlichen, die sich dort aufhalten ohne aufzufallen? "Ein Parkplatz ist in erster Linie zum Parken da", stellt der Bürgermeister klar. Solange es aber weder Beschädigungen, noch Müll oder Lärm gebe, könne man auch ein Auge zudrücken. 

Kilian Trabert Volontär der Nürnberger Nachrichten E-Mail

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