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Vitalij Aab bricht das Eis

HEC hat anfangs Mühe in Erding, siegt dann aber doch mit 3:1 - 06.10.2017 22:30 Uhr

Gut lachen hatten Richard Stütz und seine Alligators: Der erste Dreier wurde in Erding eingefahren. © Foto: Thomas Hahn


Wie gut, dass der HEC einen Vitalij Aab hat. Denn der war wohl der Matchwinner in einem umkämpften Spiel, in dem die Alligators vor allem im zweiten Drittel eigentlich zu viele Strafzeiten kassierten. Genauer gesagt: zwölf Minuten in 20 Minuten Spielzeit.

Normalerweise ist das ein großer Voretil für den Gegner. Doch die "Gladiators" aus der oberbayerischen Weißbierstadt stellten sich in diesen Überzahlsituationen alles andere als glorreich an. Nicht nur, dass sie selbst nicht zum Torerfolg kamen, weil HEC-Goalie Philipp Schnierstein und seine Vorderleute alle Lücken schlossen – nein, sie liefen zwei Mal in Höchstadter Konter.

Beide Male eroberte sich der 38-jährige Ex-Nationalspieler Aab den Puck. In der 24. Minute bediente er seinen ähnlich erfahrenen Stürmerkollegen Michal Petrak, der das erste Saisontor für die Alligators markierte und damit die Führung der Hausherren aus der letzten Minute des ersten Drittels egalisierte. Marco Deubler hatte nach einer Parade von Schnierstein abgestaubt.

Flottes erstes Drittel

Zuvor war den Zuschauern (darunter gut 250 Schlachtenbummler aus Höchstadt) ein schnelles erstes Drittel mit flinken Erdingern und spielstarken Gästen geboten worden. Höchstadt hatte das Plus an Torchancen, traf aber da noch nicht.

Das geschah wie erwähnt nach dem ersten Seitenwechsel. Und auch da brauchte man zahlreiche Gelegenheiten und fuhr dann Zählbares ein, wenn nicht unbedingt damit zu rechnen war. Es dauerte bis zur 40. Minute, bis Vitalij Aab die Scheibe bei Erdinger Powerplay erneut abfing und diesmal sein Solo selbst zum 2:1 abschloss.

Diese Führung brachte Sicherheit – und im Schlussdurchgang spielten die Alligators auch disziplinierter. Die Strafzeit kassierten nun die "Gladiators". Und der HEC bewies, dass er nicht nur in Unterzahl, sondern auch in Überzahl Tore schießen kann. Wobei das 3:1 von Ales Kreuzer nun wahrlich nicht als klassisches Powerplaytor bezeichnet werden kann. Er startete von hinter dem eigenen Tor einen Alleingang, den er mit einem Treffer krönte.

Zwei Minuten vor Schluss nahm Erding, bei dem Ex-Alligator Stephan Hiendlmeyer in der dritten Sturmreihe eine eher unauffällige Leistung bot, seinen Torwart Jonas Steinmann vom Eis. Aber diese Maßnahmen brachte nichts mehr ein, der Favorit hat dank Geduld und individueller Klasse seinen ersten Auswärtssieg bei einem durchaus hoch gehandelten Rivalen eingefahren.

In der Tat ausgeglichen

Insgesamt bestätigte der erste Spieltag die These, dass die Bayernliga heuer ausgeglichen sei wie selten. Es gab keine wirklich deutlichen Spielausgänge. Der Gast des HEC am Sonntag (Bully um 18 Uhr), Aufsteiger EV Füssen, benötigte über 64 Minuten, um die "Mammuts" aus Schongau mit 4:3 nach Verlängerung in die Schranken zu weisen. Mit dem gleichen Resultat (ohne Verlängerung) verlor Pegnitz in Dorfen.  

HOLGER PETER

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