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Wachenroth konzentriert sich auf die Ortsmitte

Haushalt 2018: Kleine Projekte müssen warten, damit Geld für große Pläne da ist - 20.05.2018 06:00 Uhr

Die Dorfmitte von Wachenroth soll aufwändig erneuert werden. © Spörlein


Diese geplante Dorferneuerungsmaßnahme wird auf zwei Jahre verteilt: Dieses Jahr steht noch die Verlegung der Staatsstraße inklusive Stützmauer und Wasserleitung mit Gesamtkosten von 1,25 Millionen Euro an. Der Auftrag wurde in der Sitzung am Donnerstag an die Firma Leipold vergeben. Außerdem stimmten die Räte der Vergabe von Ingenieurleistungen für die Wasserversorgung, inklusive Vermessung, mit geschätzten Kosten von rund 20 700 Euro zu. Nächstes Jahr sollen für rund 900 000 Euro die Randbereiche und Gehwege gemacht werden.

Zurück zum Haushalt 2018 der rund 2220 Einwohner starken Gemeinde: Der Verwaltungshaushalt umfasst rund 4,8 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt rund 2,9 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer-Einnahmen liegen 2018 voraussichtlich bei 600 000 Euro – deutlich weniger als in den Vorjahren. Kreditaufnahmen sind nicht eingeplant; dafür werden ältere, mitgezogene Kredite in Höhe von rund 408 000 Euro jetzt in Anspruch genommen, erläuterte Götze.

Im April hatte die Kämmerin den Haushalt zum ersten Mal vorgelegt, aber wegen ungeahnter Kostensteigerungen beim Dorferneuerungs-Projekt konnte er nicht verabschiedet werden – unter anderem wegen des Wegfalls von eingeplanten Straßenausbaubeiträgen der Anwohner in Höhe von 500 000 Euro.

Nun lautet die Devise: verschieben, was nicht unbedingt sein muss. Dazu gehört beispielsweise der geplante Umbau des Rathaus-Dachbodens zum Archiv. "Den Anschluss ans Nahwärmenetz sollten wir aber berücksichtigen", so Jasmin Götze. "Und die Klärschlammentsorgung ist ebenso dringlich wie die weitere Sanierung des Kanalnetzes."

Die notwendige Sanierung der Ebrachtalhalle soll baldmöglichst — eventuell noch in diesem Jahr — angegangen werden, ebenso die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hammermühle und Kleinwachenroth.

Die Warmersdorfer Feuerwehr muss mit der Neuanschaffung eines neuen Fahrzeugs aber voraussichtlich bis 2020 warten; vertagt wurden auch kleinere Sanierungsarbeiten am Kindergarten Wachenroth.

Keine Bauplätze mehr

Beim Thema Baugrund berichtete Bauamtsleiter Thomas Schuberth, dass aufgrund von Reservierungen aktuell keine freien Bauplätze mehr zur Verfügung stehen. "Wir sollten eigentlich jetzt schon an ein neues Baugebiet denken."

Zum Punkt Breitbandausbau sagte die Geschäftsleiterin, dass die Telekom in der zweiten Bauphase sei und dieses Jahr fertig werden soll. "Das ist unbefriedigend, aber wir haben im Moment keine schnelle Lösung", fügte Bürgermeister Friedrich Gleitsmann hinzu. Geklagt wurde im Gremium zudem über häufigere Verbindungsunterbrechungen. Thomas Schuberth bat, jede einzelne Störung selbst zu melden, sodass die Sache dringlicher behandelt werde.

Der Gemeinderat befürwortete den Haushaltsplan 2018 ohne Diskussion und stimmte auch dem Finanzplan sowie Investitionsprogramm für den Zeitraum 2017 bis 2021 einmütig zu. 

ANDREA RUDOLPH

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