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Knapp 800000 Kilometer hatte der alte Kühltransporter auf dem Buckel und keine Chance mehr, erfolgreich die TÜV- Prüfung zu absolvieren. Das war die Situation, mit der sich im Spätherbst des vergangenen Jahres die Anlaufstelle für bedürftige Menschen, der LebensMittelPunkt, konfrontiert sah.
Ohne Fahrzeug hätte schließlich die Einrichtung der Laufer Mühle ihre Arbeit einstellen müssen, denn dieses ist unverzichtbar, um regelmäßig aus den verschiedenen Supermärkten Lebensmittel abzuholen, die dann an die Bedürftigen weitergegeben werden. Woche für Woche werden knapp fünf Tonnen befördert und dabei knapp 1000 Kilometer zurückgelegt.
Das Aischgründer Hilfsangebot wird derzeit von über 500 Menschen genutzt, die im Landkreis als arm gelten und deshalb besonders auf den LebensMittelPunkt angewiesen sind. Neben Obst, Gemüse, Brot und Milchprodukten erhalten sie dort auch warme Mahlzeiten. Gleichzeitig ist der LebensMittelPunkt auch ein sozialer Treffpunkt für diese Bürger, an dem sie Beratungsangebote ebenso in Anspruch nehmen können, wie unterstützende Hilfen in Krisensituationen oder Nachhilfeangebote zu lernschwache Kinder nutzen können. Das alles basiert zum großen Teil auf ehrenamtlichen Engagement engagierter Bürger. Mehr als 20 Ehrenamtliche leisten dort einen selbstlosen Dienst.
Für den laufenden Unterhalt des LebensMittelPunktes gibt es keinerlei staatliche Gelder. Deswegen müssen die Unkosten durch Spenden von Firmen und Privatpersonen und durch freiwillige Leistungen von Kommunen und dem Kreis aufgefangen werden.
„Gott sei Dank gibt es in unserer Region viele Menschen, die uns tatkräftig unterstützen und somit ihr gesellschaftliche Verantwortung zum Ausdruck bringen“ lobt Swenja Ott, Projektleiterin die Unterstützer, die ihrem Projekt unter die Arme greifen.
Innerhalb kürzester Zeit gelang es, Unterstützer zu finden, die ein neues Kühlauto komplett finanzierten, damit der Betrieb im LebensMittelPunkt ungestört weitergehen konnte. Zu den Großspendern zählten der Rotary Club aus Neustadt, der Freundeskreis der Laufer Mühle, die Firma Martin Bauer, die Frauenarztpraxis Dr. Ronay, die Firma Zwingel und die Stadtkirche Höchstadt mit ihrer Soli-Brot-Aktion.
Der Präsident des Aischgründer Rotary-Clubs Frieder Müller-Maatsch sagte: „Hier wird der Gedanke der Hilfe zur Selbsthilfe optimal umgesetzt, deshalb unterstützen wir Rotarier dieses selbstlose Projekt.“
Ähnlich äußerte sich Reinhard Lugschi, Vorsitzender des Fördervereins Laufer Mühle: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem neuen Laster der Betrieb im LebensMittelPunkt fortgeführt werden kann und wir sind natürlich auch stolz, dazu beigetragen zu haben, dass somit für die Bedürftigen aus unserer Region weiterhin gesorgt werden kann.“ Martin Wedel fügte hinzu: „Wir unterstützen seit Anfang diese segensreiche Einrichtung, da hier bedürftigen Menschen aus der Region unbürokratisch und effektiv geholfen wird.“
