Donnerstag, 13.12.2018

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Wassergeld in Röttenbach und Hemhofen bleibt stabil

Zweckverband Hemhofen/Röttenbach ist finanziell gut aufgestellt — Schulden werden zurückgefahren - 23.11.2018 17:24 Uhr

Zum Zweckverband gehört auch die Wasseraufbereitungsanlage im Reihendorfer Weg in Hemhofen. © Archivfoto: Niko Spörlein


Grund für diese optimistische Einschätzung ist das korrigierte Ergebnis des Haushaltsplanes für 2018. "Wir müssen aber stets ein Auge darauf haben, dass unsere Anlagen in Schuss bleiben und auf dem Stand der Dinge sind", sagte Nagel bei der quasi zweiten Haushaltsdebatte.

Denn der ursprüngliche Haushalt, so Wasserzweckverbands-Geschäftsleiter Christian Muß, sei ja schon im Januar 2018 verabschiedet worden (wir berichteten), allerdings meldete sich daraufhin das Landratsamt zu Wort und bemängelte den fortgeschriebenen Ansatz des Sollfehlbetrages aus dem Jahre 2003 über 25 600 Euro. Jener Ausgleich werde nun in Absprache mit der Rechtsaufsicht über eine Umlagenfinanzierung im Haushalt 2019 vorgenommen.

Der Finanzplan sieht Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt von 2,21 Millionen Euro vor, im Vermögenshaushalt, also im investiven Haushaltsteil, von 526 000 Euro. Nagel machte abermals darauf aufmerksam, dass der Haushalt 2018 – auch überarbeitet — ohne Kreditaufnahmen auskomme; allerdings räumt sich Muß nach wie vor einen Kassenkredit von 300 000 Euro für die Deckung von nicht geplanten Ausgaben ein.

Ein wichtiger Eckpunkt im Finanzplan ist die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt, die im korrigierten Finanzplan immerhin 226 000 Euro ausmacht. Mit diesen Mitteln müssen Zinsen bezahlt und Schulden getilgt werden, was im Zweckverband bei 2,04 Millionen Euro Verpflichtungen Ende 2017 kein Problem sei. Der Verband arbeite daran, seine Schulden sukzessive abzubauen, erläuterte der Sitzungsleiter. Ende 2016 hätten diese noch 2,33 Millionen Euro betragen, bis Ende des Jahres 2018 will der Wasserzweckverband seine Verpflichtungen auf 1,85 Millionen Euro reduziert haben.

Für die Jahre 2019 bis 2022 habe der kommunale Prüfungsverband eine Überprüfung der Gebühren vorgenommen, hieß es in der Sitzung. Die Grundgebühr soll für diesen Kalkulationszeitraum unverändert bei 96 Euro pro Jahr bleiben. Auch die Verbrauchsgebühr in Höhe von derzeit 2,52 Euro pro Kubikmeter bleibt so. Weil der Prüfungsverband keine Einwände hatte, schlug der Vorsitzende des hiesigen Rechnungsprüfungsausschusses, der Röttenbacher Richard Schleicher, die Genehmigung dieser Gebühren vor.

Grundlage der Berechnung sei eine angenommene Wasserabgabe von rund 500 000 Kubikmeter gewesen, hieß es, inklusive dem Frischwasser, das aus der Nachbargemeinde Adelsdorf über den Hochbehälter bei Heppstädt Richtung Wasserzweckverband gepumpt werde. 

NIKO SPÖRLEIN

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