Montag, 12.11.2018

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Weisendorf: Feuerwehr ehrt Willi Oed

Willi Oed wurde in Weisendorf zum Ehrenkommandanten ernannt — Gleichzeitig Empfänger der Bürgermedaille in Gold - 25.04.2018 06:00 Uhr

Willi Oed (3. v. l.) wurde zum Ehrenkommandanten der FW Weisendorf ernannt (v. l.): Vorsitzender Bastian Selig, zweiter Kommandant Björn Bethge, Ehefrau Rosi Oed, Kommandant Andreas Haagen, zweiter Vorsitzender Wolfgang Kautny. © F.: jun


Der würdige Festakt in der vollbesetzten Mehrzweckhalle war von der Feuerwehrführung akribisch und mit viel Fantasie vorbereitet worden. Sogar das einheimische Kabarett-Duo Trampel und Schnößl gehörte zur Freude der Festgäste dazu. Denn die spießten all jenes auf, was Willi Oed über die Jahre ausgezeichnet hat. Echt sparsam sei er gewesen, stets bemüht, auch hartnäckig und pflichtbewusst. So pflichtbewusst, dass er donnerstags stets um 17 Uhr beim Bürgermeister – vier habe er verschlissen! — erschienen sei und über neue Anschaffungen verhandelt habe, 30 lange Jahre. "Wenns anner verdient had, den Ehrenkommandand, dann der Willi", war sich das Duo letztlich einig.

Dies fand auch sein Nachfolger, Kommandant Andreas Haagen, und dankte Oed zudem für die stete Weiterentwicklung der Feuerwehr in den vergangenen 30 Jahren, auch mit Blick auf die neuen Anschaffungen. Und den Fakt, dass Oed dieses wichtige Amt neben seinem Beruf und seiner Familie so lange beibehalten habe.

Vereinsvorsitzender Bastian Selig attestierte dem Geehrten, dass sein Leben von der Feuerwehr geprägt sei. Über Jahrzehnte habe er sich für andere Menschen eingesetzt und nie Scheu vor der Verantwortung gehabt. Er habe im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden, habe organisiert, koordiniert und sei immer ein Vorbild gewesen. Seligs Resümee: "Du warst ein Riesenglücksfall für die Bevölkerung." Lob gab es zudem von Landrat Alexander Tritthart, in das er auch alle Aktiven mit einbezog.

Über das normale Maß hinaus

Und wie reagierte Willi Oed auf die Ernennung zum Ehrenkommandanten und die Verleihung der Bürgermedaille in Gold? Bescheiden natürlich. Auch wenn Bürgermeister Heinrich Süß feststellte , dass der Geehrte "einen großen Teil seiner Freizeit für uns geopfert hat". Und dass sein Einsatz für die Gemeinschaft weit über das normale Maß hinaus ging und noch immer weiter gehe. Man denke nur an den Zusammenhalt zwischen den Wehren der Marktgemeinde, den Oed forciert habe. Und so denkt Willi Oed noch lange nicht ans komplette Aufhören. Seit 1988 agiert er als Kreisbrandmeister, in der Ausbildung als Prüfer und Berater für den Nachwuchs. Er selbst ist damals mit 17 Jahren in die Feuerwehr eingetreten. Björn Bethge, zweiter Kommandant, ließ beim Festakt den Werdegang Oeds Revue passieren.

1982 war er bereits Gruppenführer, drei Jahre später dann Zugführer. 1987 übernahm er das Amt des Kommandanten, Leiter einer Feuerwehr wurde er 1988. Über die Jahre absolvierte er zahlreiche weitere Kurse, Fortbildungen und Aufbaulehrgänge für Führungsdienstgrade. Nach all den Lehrgängen bildete er sich 2005 zum Atemschutzgeräteträger fort.

Auch seine Leistungsabzeichen hat er stringent durchgezogen, bis zur Stufe Gold/Rot. Für sein Engagement wurde er entsprechend ausgezeichnet. 1999 mit dem "Bayerischen Ehrenkreuz in Silber", 2006 mit dem des Landkreises ERH. 2011 kam das "Bayerische Steckkreuz" hinzu – die höchste Auszeichnung für den aktiven Feuerwehrdienst. 2013 gab es vom Landkreis zunächst das Ehrenkreuz in Gold, gefolgt von der Ehrung für 40 Jahre aktiven Dienst. Zum krönenden Abschluss kam dann das "Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für hervorragende Leistungen im Feuerlöschwesen". Es wird jährlich nur limitiert verliehen.

Zum Festakt waren natürlich viele Führungskräfte und auch Abordnungen aus dem nahen und fernen Kreis befreundeter Patenwehren gekommen; so die aus Kalchreuth, Herzogenaurach, Münchaurach, Großenseebach, Kairlindach, dazu die benachbarten wie gemeindlichen Wehren und auch die Freunde aus dem thüringischen Weißendorf.

Sie alle sprachen Grußworte und überreichten Geschenke. Besonders die Thüringer feierten ihre 25-jährige Freundschaft mit Weisendorf. Dann ging man zum gemütlichen Teil über, begleitet vom musikalischen "BlechRagout".  

INGRID JUNGFER

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