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Weisendorf: Neuer Schwung in der "Schwane"

Sanierungsarbeiten im einstigen Traditionswirtshaus gehen gut voran - 27.09.2017 14:57 Uhr

Noch ist die „Schwane“ eingerüstet, aber die Sanierungsarbeiten im Traditionswirtshaus gehen gut voran. © Foto: Peter Roggenthin


Das historische Gebäude wird nach Maßgabe des Denkmalschutzes saniert. Es soll zwei Büros beherbergen, wenn es fertig ist. Mitbesitzer Winfried Rudel und sein Sohn Johannes, beide Architekten, leiten die Sanierung. Man komme gut voran, sagt Johannes Rudel auf Anfrage. Wie berichtet, wurden zunächst die baufälligen Nebengebäude – die Scheune ausgenommen – abgerissen, das Haupthaus entkernt.

Nun, so Rudel, ist in der Schwane der Lehmbauer tätig, die Wände unter Berücksichtigung der alten Strukturen wieder hochzuziehen. Auch Lehmdecken wird das historische Gebäude wieder bekommen.

Das Haus ist auch von außen gerade unter Beobachtung. Ein Restaurator, so Johannes Rudel, dokumentiert die einzelnen Farb-, bzw. Putzschichten, die es einst getragen hat. Ist dieser Befund fertig, entscheiden die Bauherren zusammen mit den Denkmalschützern, welche Außengestaltung das Haus wieder bekommen soll. Laut Rudel hat es in seiner Geschichte Phasen mit frei liegendem Fachwerk und mit Putz gegeben.

Trend geht zum Putz

Wegen des schlechten Zustands der Balken, die zum großen Teil ersetzt werden müssen, nimmt Rudel an, dass es wohl künftig eine "Schwane" mit verputzten Fassaden geben wird. Erhalten werden auf jeden Fall die hölzernen Fenster-Laibungen.

Das "Firmenzeichen" des Wirtshauses, der hölzerne Schwan, hat derzeit seinen Platz auch verlassen. Er wird laut Rudel gerade restauriert. Abgenommen hat man ihn aber auch, um zu verhindern, "dass er Beine bekommt", so der Architekt.

Im Besitz der Fürther Wohnbau-Firma Rost ist der Rest des Schwane-Grundstücks. Dort soll die einstige Scheune in ein Wohngebäude verwandelt und auf dem rückwärtigen Grundstück zehn barrierearme Wohneinheiten hochmodernen Zuschnitts errichtet werden. So auf Anfrage Heinrich G. Kundinger von der Wohnbaufirma.

Am Freitag habe man deshalb bereits den Kran aufgestellt. In der zweiten Wochenhälfte starte der Bau, so Kundinger. Im Zusammenhang mit dem Bauprojekt wird auch der Umgriff arrondiert und neu gestaltet.  

rg

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