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Bereits bei der Bekämpfung der Flammen unter extremen Bedingungen hielten rund 100 Feuerwehrmänner fest zusammen. „Die gegenseitige Unterstützung mit Jacken oder anderer Ausrüstung war enorm“, berichtet Jörg Raber, Einsatzleiter und Kommandant der Steppacher Feuerwehr, bei dem am Donnerstagabend kurz gegen 20.45 Uhr die Brandmeldung einging.
„Die Atemschutztruppe, die anfangs versuchte, die Flammen im Inneren unter Kontrolle zu bekommen, musste das Gebäude wegen der großen Hitzeentwicklung schnell wieder verlassen.“ Bald stand der ganze Dachstuhl des Wohngebäudes samt Photovoltaikanlage in Flammen – der 44-jährige Besitzer, seine 40-jährige Frau und die 19-jährige Tochter waren beim Eintreffen der Steppacher Wehr bereits ins Freie geflüchtet; der Sohn war an diesem Abend nicht zuhause.
Ziel der Rettungskräfte war schließlich, das Übergreifen der Flammen auf die angebaute Scheune und die dahinter befindlichen Gebäude eines Landwirtes zu verhindern, erklärt Raber weiter. „Das ist uns zum Glück auch gelungen.“
Dabei kämpften die Feuerwehrmänner auch gegen die Eiseskälte von minus 16 Grad. Ausrüstungsgegenstände wie Wasserschläuche und Schutzjacken erstarrten blitzschnell zu Eis. Ein Gruppenführer der FFW Steppach stürzte schwer und liegt noch mit einem Beinbruch im Krankenhaus. Gemeindearbeiter schafften Streusalz an, in einer benachbarten Garage wurde eine Wärmestube eingerichtet.
Diesem nächtlichen Einsatz folgte am Samstagnachmittag kurz vor 14 Uhr ein zweiter. „Es war unglaublich“, so Jörg Raber, „39 Stunden nach der ersten Meldung, entwickelte sich in einem Zimmer erneut ein Feuer.“
Die eigentliche Ursache für das Feuer ist noch unklar. Die Bewohner sind bei Nachbarn untergebracht, viele andere wollen die Familie ebenfalls unterstützen. In der Gemeinde gingen gestern Vormittag etliche Anrufe mit Hilfsangeboten ein, Bürgermeister Hans Beck war gerade im Gespräch mit der Familie. „Wir wissen noch nicht, ob wie beim Brand in Steppach vor zwei Jahren ein Spendenkonto eingerichtet wird,“ sagte er.
