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Vier Jahre zuvor hatten 285 Lieferanten aus den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt, Roth und Neustadt/Bad Windsheim erst 50,5 Millionen Kilogramm Milch produziert.
Wie der stellvertretende Vorsitzende Michael Hechtel berichtete, der für den erkrankten Vorsitzenden Hermann Meyer die Jahresversammlung leitete, ist die Milcherzeugung nach einer deutlichen Preiserholung wieder interessanter geworden.
Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auszahlungspreis an die Landwirte von 30,8 auf 34,66 Cent an. Auch wenn es derzeit Molkereien gebe, die etwas mehr zahlten, könne man doch zufrieden sein, meinte Hechtel, denn mit „Bayernland“ habe man einen stabilen Marktpartner. Dort habe es noch nie Ausfälle gegeben. Außerdem werde investiert, um für die Zeit der Abschaffung der Milchquote im Jahr 2015 gewappnet zu sein.
Auf die Abschaffung der Milchmengenregelung ging auch Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt in einem Grußwort ein. Da müsse politisch noch an manchen Details gearbeitet werden. Schmidt berichtete auch von internationalen Gesprächen: China etwa will den Bezug von Milchprodukten weiter ausweiten.
Bundestagsabgeordneter Rainer Erdel aus Dietenhofen, einer von drei bäuerlichen MdBs mit Milcherzeugung, schätzt die Zukunftsaussichten der deutschen Landwirte sehr positiv ein.
Die Tatsache, dass China große Flächen in Äthiopien und Bulgarien pachtet, sowie den größten Milcherzeuger in Neuseeland aufkauft, mache deutlich, wie die Anstrengungen zur Sicherstellung der Welternährung einzuschätzen seien.
Wegen der Nahrungsmittelversorgung, aber auch weil Biomasse für die Energiegewinnung notwendig ist, hielt Erdel die Brüsseler Forderung, sieben Prozent der Ackerfläche stillzulegen, für verfehlt. Von den erneuerbaren Energien lieferten nur die Biogasanlagen in den 8760 Stunden des Jahres grundlastfähigen Strom, die Photovoltaik im Durchschnitt nur 750 Stunden im Jahr und damit in einem Zehntel der Zeit. Bei Wind sei das Verhältnis besser, aber doch weit von einer kontinuierlichen Versorgung entfernt.
Der Tierarzt Andreas Striezel, der über die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes der Homöopathie im Milchviehstall referierte, meinte, dass damit der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung verringert werden könnte. Aus Tierschutzgründen könne aber nicht voll darauf verzichtet werden. Die Homöopathie könne helfen, das Immunsystem zu verbessern, um in Belastungssituationen wie vor dem Abkalben den Ausbruch von Krankheiten und Entzündungen zu verhindern. Bei lebensbedrohlichen Situationen oder bei Seuchen komme eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln aber nicht in Frage.
Nach Angaben von Werkleiter Stephan Bohle wurden 2011 in der Fürther Rangaukäserei 9194 Tonnen Emmentaler hergestellt. Neben den knapp 55 Millionen Tonnen Milch von den eigenen Lieferanten wurden noch weitere rund 45 Millionen Tonnen aus dem Regensburger Einzugsgebiet verarbeitet.
Für langjährige, hervorragende Milchqualität mit DLG-Urkunden ausgezeichnet wurden folgende Landwirte aus dem Kreis Erlangen-Höchstadt: Georg Baier (Gremsdorf), Manfred Brendel (Neundorf), Georg Bucher (Hammerbach), Günter Hager (Hüttendorf), Günter Heller (Unterreichenbach),Georg Hussenether (Hauptendorf), Georg Kress (Nankendorf), Bernd und Paul Kundinger (Unterreichenbach), Kundinger Heubeck GbR (Höfen), Georg Mendrok (Hüttendorf), Christian Nagel (Haundorf), Richard und Robert Ort (Dannberg), Renate Pfister (Dondörflein), G. u. M. Popp (Höfen), Hans Rudolph (Oberndorf), Konrad Sänger (Mittendorf), Gerhard und Sop. Schuh (Dondörflein), Hans Stradtner (Oberreichenbach), B. u. G. Tiefel (Kriegenbrunn), Gerhard Volleth (Hüttendorf), Walter Weber (Aisch).
