Dienstag, 18.12.2018

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Weppersdorf: Gesangverein trifft auf Punkrocker

Sänger musizieren im Hühnerhof Dobeneck mit der achtköpfigen Combo "Bob’s Basement" - 04.05.2018 18:03 Uhr

Bei „Bob’s Basement“ ist der ehemalige Weppersdorfer Gesangvereins-Dirigent Dominik Ignatzek Frontmann und Sänger. Am heutigen Samstag trifft Chorkultur auf rockigen Folkpunk. © Bob The Builder


Das musikalische Bindeglied ist Dominik Ignatzek (Jahrgang 1983), der den Gesangverein rund 17 Jahre lang leitete und seine Chor-Verpflichtungen erst vor gut zwei Monaten aus beruflichen Gründen aufgegeben hat.

Arbeitet er doch als Musiklehrer an der Mittelschule in Rothenburg. Aus deren Kollegium rekrutiert sich ein Stück weit auch "Bob’s Basement". Es sind Pädagogen, Werkzeugmachermeister und sogar ein Justizvollzugsbeamter dabei, aber: "Eigentlich sind wir eine Lehrerband", meint Dominik Ignatzek augenzwinkernd zu der Formation, deren Frontmann und Sänger er ist und die meist in Flachslanden (Landkreis Ansbach) probt.

Die Kooperation mit dem Gesangverein Weppersdorf funktioniert nicht zuletzt deshalb, weil der sich in den letzten Jahren unter Ignatzek modernerem Repertoire geöffnet hat. Außerdem ist "VirCantus" dabei, ein ebenfalls von Dominik Ignatzek ins Leben gerufener Kammerchor. Dieses Ensemble startete mit alten deutschen Volksliedern in neuem Gewand, "von den Nazis zerstört, von schlechten Dorfchören verhunzt", für die Ignatzek mit "VirCantus" nachhaltig eine Lanze brechen wollte. Es ging mit Barbershop-Musik weiter, bis der Minichor im mehrstimmigen Pop der Neuzeit ankam, beispielsweise mit Nummern von den "Prinzen".

Es geht härter zur Sache

Bei "Bob’s Basement" geht es gleichwohl härter zur Sache; Vorbilder des knochenharten Folk-Punk mit melodischen Elementen sind hardrockige Folk-Combos wie die "Dropkick Murphys", "Flogging Molly", die "Orthodox Celts", "The Builders and the Butchers" oder "Mutefish": ambitionierte Combos, die klein anfingen und heute große Stadien und Festivalgelände rocken.

Der Gesangverein Weppersdorf ist Mitgliedschor im Fränkischen Sängerbund (FSB), was per se mit einem gewissen Anspruchsdenken und auch mit einem vergleichsweise hohen Leistungsstand einher geht. So darf man von der Papierform her einen Auftritt auf gehobenem Semiprofi-Niveau erwarten. Das nächste Mal treten die Punkfolker übrigens am 15.Juni beim Almfestival in Aufseß auf. 

hvd

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