10°

Donnerstag, 15.11.2018

|

zum Thema

Wie zwei Unternehmen aus der Region Donald Trump helfen

Siebzehn deutsche Konzerne spenden für US-Wahlkampf - 07.11.2018 16:38 Uhr

Donald Trump darf sich über Unterstützung aus Deutschland freuen. © Evan Vucci/AP (dpa)


Wie aus einem Bericht der Welt hervorgeht, haben siebzehn deutsche Unternehmen insgesamt 2,63 Millionen US-Dollar an die beiden wichtigsten Parteien im US-Wahlkampf gespendet. Auch Schaeffler und Siemens zählen zu den Unterstützern. Die Tageszeitung beruft sich auf die Daten der Federal Election Comission (FEC). Die US-Bundesbehörde hat das Ziel, die Wahlkampf-Finanzierung zu regulieren.

Bilderstrecke zum Thema

Adidas, Siemens und Co.: Das sind die Top-Arbeitgeber in Mittelfranken

Unsere Bilderstrecke zeigt die größten Arbeitgeber der Region. Sie beschäftigen derzeit etwa 127.000 Mitarbeiter unter anderem an den Standorten Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Zirndorf, Heroldsberg und Herzogenaurach. Nicht berücksichtigt sind öffentliche Einrichtungen wie Kommunen oder Kliniken.


Siemens hat demnach 168 000 US-Dollar gespendet. 60 Prozent davon an Trumps Republikaner, 40 Prozent an die Demokraten. Der Technologiekonzern gehört damit nach BASF (632 000 US-Dollar), der Telekom (604 000), Fresenius Medical Care (296 000) und Bayer (264 000) zu den spendabelsten Unternehmen.

Im Vergleich dazu fällt die Spende des Herzogenauracher Automobil- und Maschinenbauzulieferers mit 3000 US-Dollar überschaubar aus. Diese kommt allerdings zu 100 Prozent den Republikanern zugute. Neben Schaeffler hat mit Lanxess lediglich ein anderes deutsches Unternehmen ausschließlich an die Trump-Partei gespendet.

Bilderstrecke zum Thema

INA Schaeffler: Wie aus einem Geistesblitz eine Weltmarke wurde

Es war eine bahnbrechende Erfindung: 1949 entwickelte Georg Schaeffler den Nadelkäfig, der bald nicht mehr aus der Industrie wegzudenken war. Bis Oktober 2018 war INA die wohl bekannteste Weltmarke der Schaeffler AG. Jetzt tritt sie in den Hintergrund.



"Midterms": Was das Ergebnis für Trumps Kurs bedeutet


So deutlich, wie Schaeffler und Lanxess zeigt es zwar kaum ein Unternehmen, ein Trend ist allerdings klar erkennbar: Zwölf von siebzehn Unternehmen bevorzugten mehrheitlich republikanische Kandidaten, im Durchschnitt gingen fast 60 Prozent der Spenden an die Partei. Lediglich ZF Friedrichshafen, Merck, SAP und Daimler favorisierten die Demokraten.

Da in den USA nur einzelne Bürger und keine Unternehmen für Wahlkämpfe spenden dürfen, gründen Konzerne und Interessensgruppen Political Action Comittees (PAC). In diesen Organisationen werden Spenden von Angestellten und Mitarbeitern gesammelt und an Politiker und Parteien weitergegeben.

Bilderstrecke zum Thema

Werner von Siemens und die Geschichte eines Weltkonzerns

Werner von Siemens wäre am 13. Dezember 2016 200 Jahre alt geworden. Mit seinen Erfindungen, aber auch seinem ausgeprägten Unternehmersinn gilt er als ein Wegbereiter der Moderne. Bis heute prägt er den Weltkonzern.


 

Kilian Trabert Volontär der Nürnberger Nachrichten E-Mail

2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Herzogenaurach, Höchstadt, Erlangen