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WM der Superlative

Drei „Delphine“ unter 9500 Schwimmern in Riccione - 21.06.2012 17:19 Uhr

HERZOGENAURACH  - Zwar nicht mit Medaillen, wohl aber unerwartet guten Platzierungen kehrten Peter Stockhammer, Andreas Kergaßner und Fabian Günther vom Schwimmverein Delphin von den alle zwei Jahre stattfindenden (heuer den 14.) Weltmeisterschaften der Masters (ab AK 25) in Riccione zurück.

Nicht baden gegangen in Riccione: Das Delphin-Trio Andreas Kergaßner, Peter Stockhammer und Fabian Günther (von links) schnitt gut ab.
Nicht baden gegangen in Riccione: Das Delphin-Trio Andreas Kergaßner, Peter Stockhammer und Fabian Günther (von links) schnitt gut ab.
Foto: pst
Nicht baden gegangen in Riccione: Das Delphin-Trio Andreas Kergaßner, Peter Stockhammer und Fabian Günther (von links) schnitt gut ab.
Nicht baden gegangen in Riccione: Das Delphin-Trio Andreas Kergaßner, Peter Stockhammer und Fabian Günther (von links) schnitt gut ab.
Foto: pst

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte nahmen an einer Weltmeisterschaft gleich drei Schwimmer aus Herzogenaurach teil, für Peter Stockhammer war es nach Casablanca 1998, München 2000 und Göteborg 2010 bereits der vierte WM-Start.

Riccione hat außer seinem Adriastrand ein tolles Schwimmsportzentrum, bestehend aus einer Halle mit einem 50-m- und einem 25-m-Becken, daneben im Freien ein weiteres 50-m- sowie ein 331/3-m-Becken. Dies ist offensichtlich weltweit bekannt, denn nicht ganz unerwartet wurden die Organisatoren von den Teilnehmern völlig überrannt.

Allein an den Schwimmwettkämpfen (auch Wasserball, Turmspringen und Synchronschwimmen waren im Angebot) nahmen rund 9500 (!) SchwimmerInnen teil, unter Einschluss der drei anderen Sportarten über 14000.


Obwohl die Herren- und Damendisziplinen parallel und in beiden 50- m-Becken ausgetragen wurden, dauerten die Wettkämpfe häufig bis in die späten Abendstunden. Herren und Damen wechselten zwar im täglichen Rhythmus die Becken, einen Vorteil daraus hatte davon letztlich aber niemand, denn heiß war es an beiden Wettkampfstätten, außen in der glühenden Sonne, innen in der stickigen und feuchten Luft. Dazu war in der Halle das Einschwimmbecken so klein, dass die Schwimmer kaum seitlich aneinander vorbeikamen.

Dennoch schlugen sich die drei Delphine gegenüber der zahlreichen und starken Konkurrenz wacker: Andreas Kergaßner lehrte die Konkurrenz in der AK 25 in den Brustdisziplinen das Fürchten. Während er über 50 m und 100 m Freistil jeweils mit hervorragenden Zeiten als 50. von 278 bzw. 30. von 265 Teilnehmern anschlug, brillierte er auf allen drei Bruststrecken nicht nur mit „Spitzenzeiten“, sondern ebensolchen Plätzen.

Zwar reichte es nicht zu einem Medaillenrang, aber ein elfter Platz als zweitbester Deutscher über 50 m Brust bei 137 Startern in dieser AK und eine Zeit von 31,14 Sekunden kann sich durchaus sehen lassen. Gleichermaßen erfolgreich mit einem zwölften Platz schnitt er über 100 m Brust ab. Sein bestes Ergebnis erzielte er jedoch über 200 m Brust. Nicht nur war er als Siebter unter 72 Startern der beste Deutsche, mit seinen 2:32,27 unterbot er auch noch den seit 1998 von Tarik Boerner gehaltenen Vereinsrekord um 2,37 Sekunden.

Mit ähnlich guten Ergebnissen wartete auch Peter Stockhammer in seiner AK 65 bei seinen fünf Starts auf — mehr waren nicht erlaubt. Während er sich über 100 m Brust noch mit einem 14. Platz unter 46 Startern begnügen musste, schob er sich über 200 m Lagen und 100 m Schmettern jeweils auf Platz zehn vor.

In den bei den älteren Altersklassen gefürchteten, weil kräftezehrenden Disziplinen 400 m Lagen und 200 m Schmettern lief es dagegen noch besser. Erstere beendete er als achter, letztere sogar als sechster von 22 Teilnehmern.

Fabian Günther — ebenfalls in der AK 25 aktiv — musste sich über 100 m Rücken und 400 m Lagen mit dem 65. bzw. 44. Platz zufriedengeben, konnte aber über 400 m Lagen seine persönliche Bestzeit um elf Sekunden verbessern. 

pst


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