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„Ich setze 1000 Euro Belohnung aus für denjenigen, der Hinweise geben kann, die zur Wiederbeschaffung des Diebesgutes führen“, erklärt der 49-Jährige. Noch immer ist zu spüren, dass er eine riesige Wut in sich trägt.
Das ist kein Wunder. Denn die unbekannten Diebe haben keine Kleinigkeiten mitgehen lassen an jenem Tag im Januar: eine Kawasaki Ninja ZX-6R, eine KTM LC4, einen Kärcher Hochdruckreiniger HDS 895, ein Diesel-Stromerzeuger, teuere Reifen und noch manches mehr. Geschätzter Wert plus Schaden durch Einbruchsspuren: rund 25000 Euro, schätzt Peter Iske.
Der gebürtige Aischer, der jetzt in der Fränkischen Schweiz lebt, hatte vor Jahren schon eine Feldscheune zwischen Adelsdorf und Weppersdorf so umgebaut, damit sie im Prinzip relativ sorglos als Unterstellmöglichkeit genutzt werden konnte. Innen wurden die Holzwände abgemauert, hinter den Holztoren massive Metallrolltore eingebaut.
Doch bereits 2010 hatten Unbekannte Kleinteile entwendet, und jetzt der Nackenschlag im Januar für Peter Iske. „Ich habe alles, was jetzt noch drin ist, rausgetan“, sagt der frustrierte IT-Fachmann.
Diebstahlversichert waren die Gegenstände nicht, das wäre viel zu teuer gekommen auf die Dauer. Peter Iske war einfach überzeugt davon, dass aus der gesicherten Scheune, die etwa in Richtung Weppersdorf gleich hinter der Kläranlage kommt, nichts wegkommen könnte.
Schlimm ist für ihn das Gefühl der Hilflosigkeit . Vielleicht hilft das Aussetzen einer Belohnung etwas, denn Peter Iske glaubt, dass es sich bei den Tätern möglicherweise um Leute aus der näheren Region handeln könnte.
Warum? Im Zeitraum zwischen Samstag, 21. Januar, und Mittwoch, 25. Januar, waren die Täter ganz offenbar über einen Zaun gestiegen und hatten zunächst nur Holz neben der Scheune geklaut. Das allerdings, so vermutet Iske, würde kein Dieb tun, der von weit her anreist. Dann allerdings müssen sich die Unbekannten die Scheune genauer angesehen und dann groß zugeschlagen haben.
Zudem: Die Unbekannten haben noch mehr Sachen mitnehmen wollen, aber dann doch zurückgelassen. Etwa einen montierten Alu-Koffer an einem Motorrad. Auch das wertet Peter Iske als Anzeichen, dass das keine weitgereisten Einbrecher waren. Als traurig empfindet der Geschädigte, dass er sich bei der polizeilichen Abwicklung des Falles ein bisschen allein gelassen fühlte. So habe er das gewaltsam geöffnete Tor verschließen wollen, und zwar auf schnellstmögliche Weise: zumauern. Die Bitte an die Polizei, die Scheune einen Tag lang möglichst häufig zu kontrollieren, bis er die nötigen Steine besorgt hat, sei ihm allerdings nicht erfüllt worden. „Alle ein bis zwei Stunden vorbeizuschauen hätte ja genügt.“ Aber es sei ihm gesagt worden, dass das aus personellen Gründen nicht möglich sei.
Auf Nachfrage der NN sagte Höchstadts Polizeichef Jürgen Schmeißer: „Selbstverständlich ist es auch unsere Aufgabe, das Eigentum der Bürger in unserem Einsatzgebiet zu schützen. Entsprechend der Erfordernisse der Einsatz- und Verkehrslage tun wir das auch.“ Und weiter: „Aber eine bindende Zusage, dass wir uns stündlich vor einem Anwesen sehen lassen, das geht schon aufgrund der allgemeinen Einsatzlage nicht.“
Den einzelnen Polizisten oder der Inspektion macht Iske auch keinen Vorwurf. „Die kriegen meinen Ärger ab, aber eigentlich ist da die Politik gefragt“, sieht das Diebstahlsopfer die Gründe auf ganz anderer Ebene angesiedelt. Und er fragt sich, warum jedes Wochenende Tausende von Polizisten in Fußballstadien Dienst tun müssen. „Da gibt es offenbar eine Fußball-Lobby, aber welche Lobby haben wir, die einfachen Bürger?“
Bei Peter Iske hat sich viel Ärger angestaut, und er glaubt, dass er nicht alleine steht. Zu viele Bürger seien in letzter Zeit bestohlen worden, möglicherweise liege das an der Autobahnnähe, die Dieben einen schnelle Anfahrts- und Fluchtweg biete.
Aber Peter Iske appelliert auch an die Bürger, stets aufmerksam zu sein. „Es geht auch darum, nicht nur auf sich zu schauen.“ Mit wachsamen Auge durch das Dorf und die Nachbarschaft zu gehen, das könne schon helfen. Dort, wo Bürger sich gegenseitig schützen würden, hätten es Diebe viel schwerer. Peter Iske hat verschiedene Fotos vom gestohlenen Diebesgut bzw. von vergleichbaren Produkten ins Internet gestellt: www.sicomputer.eu (Klick auf Diebesgut)
