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Sonntag, 23.09.2018

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Zeckerner Familie belebt den Winterbauer-Keller

Weitläufige Anlage mit Gewölbe auf dem Annafest-Gelände in Forchheim wurde an Christi Himmelfahrt neu eröffnet - 11.05.2018 10:40 Uhr

Mit Enthusiasmus vor dem Winterbauer-Keller in Forchheim (von links): Matthias Muß, Sabrina Schuster, Gudrun Muß und Richard Muß. © Foto: Nikolaus Spörlein


Der eigentliche Felsenkeller, in dem bei einer konstanten Temperatur von sieben, acht Grad ganzjährig Bier gelagert wird, wurde bereits 1886 in den Fels gegraben und gilt als einer der längsten Sandsteinkeller auf dem gesamten Annafest-Gelände.

Der gegenüberliegende Gastronomiebetrieb mit einer Gastwirtschaft für bis zu 50 Personen, einer Festhalle, in der dieser Tage noch mächtig gewerkelt wurde, mit bis zu 150 Sitzplätzen, einem Außenbereich (rund 200 Plätze), und einer Sonnenterrasse mit 60 Plätzen unter großkronigen und uralten Bäumen, wurde 1906 gebaut und immer wieder renoviert.

Erst jüngst stattete die Besitzerfamilie Muß – und jetzt kommt man auf Zeckern – die Küche mit Edelstahlgeräten aus und brachte sie auf Topniveau.

Gudrun und Richard Muß, die Eigentümer, Matthias Muß, Sabrina Schuster und Vanessa Seidel nehmen sich fortan der Kellerwirtschaft an, die nun ganzjährig unter ihrer Regie betrieben wird.

"Bei uns kann man alles feiern, von der Taufe bis zur Beerdigung", sagte Christian Muß, der dieser Tage beim Renovieren mit anpackte und wohl besser bekannt ist als Geschäftsstellenleiter des Wasserzweckverbandes Hemhofen/Röttenbach.

Richard und Gudrun Muß kauften den Winterbauer-Keller, so heißt er nach der Erbauer-Familie, bereits 2011. Der Traditionsbetrieb wurde immer wieder an verschiedene Familien neu verpachtet, was sich laut Richard Muß nicht immer als Glücksgriff herausstellte. Die Familie zog jetzt einen Schlussstrich und kümmert sich selbst um den Kellerbetrieb.

Regionales Bier im Angebot

Am "Herrentag" hatte der Keller bereits geöffnet; aufgetragen wurden fränkische Spezialitäten wie Schäuferla oder Kellerplatte. Das Bier kam aus dem Hause Sankt Georgen-Bräu, allerdings will die Familie Muß, dass die fränkische Biervielfalt auf ihrer Getränkekarte auftaucht, deshalb sollen bald mehrere Sorten fränkisches und regionales Bier im Angebot sein.

Übrigens: Die Familie Muß bietet im gut 125 Meter in den Fels gegrabenen Sandsteinkeller auch Führungen mit Bierprobe im Gängewirrwarr des kalten Gewölbes an.

Der Massenansturm wird beim Annafest erwartet, das vom 20. bis 30. Juli über die Bühnen des Kellerwalds geht und Besucher aus ganz Nordbayern auf die Kellerwald-Keller locken wird. 

NIKOLAUS SPÖRLEIN

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