Donnerstag, 26.04.2018

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Kita-Streiks am Mittwoch: So ist die Lage in Mittelfranken

130 von 140 städtischen Einrichtungen in Nürnberg geschlossen - 09.04.2018 15:39 Uhr

Am 11. April können nur wenige Kinder in Kitas spielen. Viele Einrichtungen bleiben geschlossen, die Eltern müssen sich andere Betreuungsmöglichkeiten suchen. © dpa


Am 11. April wird es wieder überall in der Region verzweifelte Eltern geben, die nicht wissen, wohin mit ihren Kindern. Eltern, die Kinder mit ins Büro nehmen, Verwandte einspannen, Urlaub nehmen oder den Arbeitstag in Früh- und Spätschicht für Mama und Papa aufteilen.

In Nürnberg bleiben am Mittwoch 130 von 140 Kitas geschlossen. Die Eltern werden gebeten, sich eine andere Betreuungsmöglichkeit zu suchen. Das Jugendamt bittet inständig, die Kinder nur zum Kita-Notdienst zu bringen, falls sich absolut keine andere Lösung finden lässt.


+++ In welchen Nürnberger Kitas es am Mittwoch einen Notdienst gibt, lesen Sie hier. +++


In den städtischen Kinderkrippen und Kindergärten wird den Eltern am Mittwochmorgen eine Mitarbeiterin beziehungsweise ein Mitarbeiter von circa 6.30 Uhr, je nach Beginn des Frühdienstes, bis 9 Uhr für Fragen zur Verfügung stehen, in Kinderhorten und Häusern für Kinder (altersgemischte Kitas) von circa 6.30 Uhr, wieder je nach Beginn des Frühdienstes, bis 8 Uhr und zusätzlich für die Zeit nach Unterrichtsschluss von 11 bis 13.15 Uhr.

Kinder, die in Begleitung von Erziehungsberechtigten in eine der bestreikten Kitas kommen, werden mit Hinweis auf den Warnstreik abgewiesen. Die Mitarbeiter werden die Erziehungsberechtigten über den Warnstreik und die Einrichtungen informieren, die als Notlösung zur Betreuung der Kinder zur Verfügung stehen.

Sollten Sie die Karte nicht sehen, finden Sie sie hier!

Kein Notdienst in Erlangen

In Erlangen ist dagegen gar kein Notdienst geplant. Dort sollen aber etliche Einrichtungen offen bleiben. Viele haben sich auf die Situation eingerichtet, berichtet Roland Hornauer, Sprecher des Verdi-Ortsvereins Erlangen und städtischer Personalratsvorsitzender.

Nicht nur in Nürnberg und Erlangen, sondern in der gesamten Region bleiben am Mittwoch viele Kitas dicht, zum Beispiel die Kita "Am Regnitzgrund" in Fürth-Stadeln, "Die Kinderburg" in Behringersdorf (Landkreis Nürnberger Land) und der Kindergarten am Hart in Lauf.

Nach Angaben der Stadt Fürth werden dort am Mittwoch fünf Kitas geschlossen bleiben. Darunter die "Stadtparkknirpse" in der Otto-Seeling-Promenade, "Die Flohkiste" am Kirchenplatz sowie die Horte "Alea" in der Geißäckerstraße, "Die Insel" in der Friedrich-Ebert-Straße und "Pfisterkiste" in der Pisterstraße. Abhilfe schaffen die Fürther Notgruppen. Insgesamt neun städtische Horte und Kindergärten bieten am Streik-Mittwoch Abhilfe.

Am Donnerstag sollen alle Kitas wieder normal geöffnet haben. Allerdings könnten die Tarif-Auseinandersetzungen noch weiter eskalieren. Im Tarif-Streik im Frühjahr 2015 hatten viele Kitas wochenlang geschlossen, die Notdienste arbeiteten am Limit. 

nn

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