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Klaus Ernst ist Spitzenkandidat der bayerischen Linken

Liste für die Bundestagswahl: Harald Weinberg auf Platz vier - 18.03.2017 17:02 Uhr

Klaus Ernst, hier in Herzogenaurach, ist der Spitzenkandidat auf der Liste der Linken in Bayern für die Bundestagswahl. © Horst Linke


Die Plätze zwei und vier sicherten sich die Bundestagsabgeordneten Nicole Gohlke und Harald Weinberg, wie ein Sprecher der Partei sagte. Den umkämpften dritten Listenplatz errang Susanne Ferschl. Sie folgt damit auf Eva Bulling-Schröter, die nicht mehr kandierte. Ebenfalls umkämpft war der fünfte Listenplatz, den sich Simone Barientos sicherte. Der Landesverband der Linken stellt derzeit vier Bundestagsabgeordnete.

Ernst hat einen interessanten Lebenslauf. Mit 16 Jahren begann er beim Münchner Elektronikkonzern Rohde & Schwarz eine Ausbildung zum Elektromechaniker, absolvierte 1974 die Facharbeiterprüfung, und wurde zum Jugendvertreter und Betriebsrat gewählt. 1972 wurde er Mitglied der IG Metall (IGM). In der Gewerkschaft übernahm er den Vorsitz des Münchener Ortsjugendausschusses (1974–1979) und der DGB-Jugend (1972–1975). Das 1979 aufgenommene Studium der Volkswirtschaftslehre und Sozialökonomie an der gewerkschaftsnahen Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) schloss er 1984 als Diplom-Volkswirt und Diplom-Sozialökonom ab.

1984 ging Ernst als Helfer bei einem siebenwöchigen Metallarbeiterstreik nach Stuttgart. Ein halbes Jahr später wurde er dort Gewerkschaftssekretär (bis 1995), zuständig für Organisation, Bildungsarbeit und Sozialpläne. 1995 wurde Ernst in Schweinfurt zum IG-Metall-Bevollmächtigten gewählt.

Als Gewerkschafter äußerte er heftige Kritik an Reformvorhaben der Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder, etwa an der Riester-Rente und der Agenda 2010.Ím Jahr 2004 wurde er aus der SPD ausgeschlossen und fand schließlich bei der Linken eine neue politische Heimat.  

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