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Die Expertin gab an, dass unter anderem an Kleidungsstücken, Wänden und Stühlen DNA-Spuren gefunden wurden, die „ohne vernünftigen Zweifel dem Onkel der Mädchen zugeordnet werden konnten“. Auch auf einem Küchenmixer, der neben der Badewanne in der Steckdose steckte, hätten sich Spuren des Angeklagten gefunden.
Der 51-Jährige der ermordeten Mädchen soll seine acht und elf Jahre alten Nichten im März vergangenen Jahres aus Habgier mit einem Seil, einer Hantelstange und einem Messer ermordet haben. Auch auf der am Tatort gefundenen Hantelstange und an einem Messer verweisen Spuren nach Einschätzung der Biologin mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Angeklagten.
Laut den Ermittlern wollte dieser auch die Mutter der beiden Mädchen töten. Er habe beabsichtigt, seine Schwägerin in eine mit Wasser gefüllte Badewanne zu legen und den unter Strom gesetzten Mixer hineinzuwerfen. So habe er seine Frau zur Alleinerbin des Familienerbes machen wollen, um seine eigene Familie aus finanziellen Schwierigkeiten zu befreien.
Besonders wichtig ist laut Staatsanwalt Florian Gliwitzky die Angabe der Gutachterin, es seien Spuren des Angeklagten auf dem Spülschrank gefunden worden. Dieser sei laut der Aussage der Mutter der Kinder erst zwei Tage vor der Tat eingebaut worden. Die Spuren können demnach kaum von einem früheren Besuch des Angeklagten stammen.
Die Vernehmung der Gutachterin dauerte am Abend noch an. Am Vormittag hatte ein Sachverständiger das Tatgeschehen aufgrund der Spurenlage eindeutig in einem der Kinderzimmer und in der Küche des Wohnhauses lokalisiert.