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Ausgebüxte Kuh mitten in Lauf

Polizeieinsatz wegen geflüchter Kuh - Tier musste erschossen werden - 03.09.2012 18:37 Uhr

Nürnberg/Lauf  - Eine rund 900 Kilo schwere Weidekuh namens Waltraud ist heute morgen vom Laufer Schlachthof ausgebüxt und in Panik durch die halbe Stadt gerannt. Polizei, Feuerwehr, Schlachthofmitarbeiter und Tierarzt versuchten, das Tier einzufangen. Am Ende wurde sie im Wald bei Rudolfshof erschossen.

Mit einem großen Satz flüchtete sie auf dem Parkplatz Nürnberger Straße, als sie mit Seilen gefangen werden sollte.
Mit einem großen Satz flüchtete sie auf dem Parkplatz Nürnberger Straße, als sie mit Seilen gefangen werden sollte.
Foto: Tina Chemnitz
Mit einem großen Satz flüchtete sie auf dem Parkplatz Nürnberger Straße, als sie mit Seilen gefangen werden sollte.
Mit einem großen Satz flüchtete sie auf dem Parkplatz Nürnberger Straße, als sie mit Seilen gefangen werden sollte.
Foto: Tina Chemnitz

"Sie ist einfach vom Anhänger gesprungen und losgerannt", erzählte Klaus Pürner vom Laufer Schlachthof. Über die Kreuzung trabte das Tier die B14 entlang stadteinwärts in Richtung Parkplatz Nürnberger Straße. Dort konnten zwei Polizisten das Tier zunächst in einem Hof einkesseln, doch die Kuh riss erneut aus, lief auf den Parkplatz hinunter. Schaulustige machten Bilder mit ihren Handys und begriffen erst nach und nach, dass sie sich in Gefahr befanden. Denn die Kuh wurde immer unruhiger.

Als dann die Feuerwehr hinzu kam und ihr den Weg zurück auf die B14 mit einem Einsatzfahrzeug abschnitt, fing die Kuh an, mit den Hufen zu scharren, warf einen roten Motorroller um, der dort geparkt war. Als die Feuerwehrleute versuchten, den Bereich um das Tier herum mit einem Seil einzugrenzen, nahm sie endgültig in Panik Reißaus. Auch ein Bauer mit Zaumzeug und Leine konnte das Tier nicht stoppen. Die Kuh ließ ihn nicht mehr an sich heran, rannte ihn fast über den Haufen. Nur mit einem beherzten Satz zur Seite, konnte er sich retten.

Über die B14 rannte das Tier über die Hirtenbrücke bis nach Rudolfshof - gefolgt von Polizei und Feuerwehr. Dort verschwand sie schließlich über den Heroldsberger Mühlweg im Wald. Eine Veterinärin versuchte, das Tier mit einem Blasrohr zu betäuben. Doch die Dosis wirkte nicht sofort. Aus Angst, das Tier könnte auf die nahe Kreisstraße in Richtung Günthersbühl laufen, zog die Polizei einen speziell ausgebildeten Schützen hinzu. Er töte das Tier mit fünf Schüssen aus einem Großkaliber-Gewehr.

Besonders tragisch: Das Fleisch kann nun nicht mehr für die Lebensmittelproduktion verarbeitet werden. Das THW Lauf transportierte die Kuh ab. Sie wird in die Tierkörperverwertung gebracht und verbrannt.

Menschen wurden nicht verletzt. An einem Motorroller entstand ein Schaden von 100 Euro, ein Auto wurde eingedellt. Hier beläuft sich der Schaden auf rund 1000 Euro. 

Tina Chemnitz


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