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Sonntag, 23.09.2018

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Baum, Rummelplatz und Oldtimer

Die kleine feine Kichweih in Rollhofen hat seit Jahren viel zu bieten - 09.08.2010 13:05 Uhr

Problemlos stellten die Rollhofener Kirchweihboum den 25 Meter hohen Baum auf. © Brinek


Die tatkräftigen Akteure des Kirchweih-Teams Rollhofen waren deshalb auch sichtlich stolz auf ihre einzigartige Kirwa. Im nächsten Jahr steht 20. Veranstaltung an und schon heute wird hinter vorgehaltener Hand getuschelt: „Dou tout si was ganz Be­sonders.“ Schwer hatten es die Kirwaboum­und Kirwamadla am Samstagnach­mittag beim Baumaufstellen. Die sintflutartigen Regenfälle vom Vortag hatten die Wiese vor dem Festzelt zen­timeterhoch unter Wasser gesetzt und mancher Helfer kam sich vor wie ein Reisbauer, als er im Wasser stehend zur Tat schritt. Unter dem Komman­do von Herbert Löhr ging das Baum­aufstellen aber überraschend flott und bereits nach einer knappen Stun­de stand der gut 25 Meter hohe Baum. Mancher Akteur sah nach dieser Bra­vourleistung allerdings aus wie nach einer Schlammschlacht. Im trocke­nen Festzelt wurde der Erfolg dann gründlich begossen.

Oldtimer-Treffen als Höhepunkt

Inzwischen hatten sich im Ort die Oldtimer zu einer Rundfahrt ins „Fränkische“ formiert. Dieses traditi­onelle Oldtimer-Treffen ist ein weite­rer Höhepunkt der Rollhofener Kirch­weih. 29 Autos der Marken BMW, Fiat, VW, Alfa Romeo, Lloyd, Mercedes, Triumpf, Ford und Goggomobil sowie 22 Motorräder von der Victoria über die Horex, bis zur Hercules verließen Rollhofen in Richtung Siegersdorf, Kirchensittenbach bis Hohenstein. Über Winterstein und Simmelsdorf kam man wieder zurück.

Der Einzug nach Rollhofen mit Bürgermeister Kurt Sägmüller - in einem schwarzen Mercedes Baujahr 1965 an der Spitze ­wurde von vielen Besuchern am Stra­ßenrand freundlich beklatscht. Der Initiator des Treffs, Alfred Gröschl, war sehr zufrieden. Die Oldtimer ka­men aus allen Regionen Bayerns.Im Jahr 1992 wurde ein Kirchweih-Team gegründet, das heute die Kirchweih ausrichtet. Dieser Initiative ist es zu verdanken, dass die vom Teamgeist getragene Kirchweih so gut ankommt. „Wir wollen eine Kirchweih für alle Altersgruppen, eine Kirchweih die Jung und Alt begeistert“ sagt Vorsit­zender Thomas Humsberger.

Kirche steht in Neunkirchen

Die Kirche zur Rollhofener Kirch­weih steht allerdings in Neunkirchen. Der Kirchweihbetrieb findet aber nur noch in Rollhofen statt und die Neun­kirchener und Speikerner kommen hierher um zu feiern. Die Verbunden­heit mit ihrer Kirche zeigen die Roll­hofener aber auch dadurch, dass sie beim Sonntagsgottesdienst in Neun­kirchen jedes Jahr in großer Zahl ver­treten sind.
Der Kirchweihplatz mit einer Schmankerl-Hütte, einem Süßigkei­ten- Tempel, einer Bude mit Wurf­spielen und einem Kinder-Karussell wird gut angenommen. Heuer ist als besondere Attraktion ein großes Ket­tenkarussell aufgebaut. Der Zeltbe­trieb wird alleine vom Kirchweih-Team betrieben und organisiert. Dort wird selbst gekocht, gegrillt und aus­geschenkt. Wie sehr der ganze Ort zu seiner Kirchweih steht, zeigt sich auch daran, dass die Einwohner selbst ge­backene Tortenund Kuchen zum Ver­kauf zur Verfügung stellen.

Auch heute zum Kirchweihaus­klang wird in Rollhofen noch viel ge­boten. Um 19 Uhr beginnt im Festzelt die Unterhaltungsmusik mit der Band „Gin Tonic“. Um 20 Uhr ist das Aus­tanzen des Kirchweihbaumes durch die „alten“ Kirwaboum und Madla geplant.

 

  

Brinek

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