Dienstag, 25.09.2018

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Bund Naturschutz rügt Schulholz-Pläne und B14-Ausbau

Projekte zerstören Waldflächen im Umfang von mehr als zehn Hektar - 25.07.2018 11:43 Uhr

Das Schulholz bei Neunkirchen: Hier soll ein Industriegebiet entstehen. Dafür müssten, schätzt der Bund Naturschutz, 10 bis 15 Hektar Wald gefällt werden. Er kündigt deutlichen Widerstand an. © Kirchmayer


Für den neuen Kreisverkehr, so der Bund Naturschutz (BN), seien 0,8 Hek­tar Wald "vernichtet" worden. Dabei stehe in der Nähe bereits der nächste größere Eingriff in die Natur an: Bei Neunkirchen soll das schon einmal vor der Rodung gerettete Schulholz für eine Erweiterung des Kranherstellers Tadano geopfert werden. Der BN geht davon aus, dass 10 bis 15 Hektar Wald betroffen sind.

Neue Projekte verschlingen über 40 Hektar Wald

"Hier werden wir Widerstand leisten, so gut es geht", sagt Otto Heimbucher, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Nürnberg-Stadt. Weitere Vorhaben, die auf der Negativliste auftauchen, sind – neben der geplanten 380-Kilovolt-Stromtrasse durch den Landkreissüden – das Gewerbegebiet "Östliche Haimendorfer Straße", das die Gemeinde Schwaig ausgewiesen hat, der Umbau des Autobahnkreuzes Nürnberg Ost und der Ausbau der Anschlussstelle Fischbach. Alleine hier stünden 20 Hektar Wald zur Disposition, so der BN.

Um fünf Hektar geht es beim geplanten Lastwagenparkplatz bei Moosbach an der A 6. Hier unterstütze man örtliche Bürgerinitiativen, so Heimbucher. Als Erfolg wertet der BN, dass der vom Behringersdorfer Kalk­sandsteinhersteller Zapf geplante Sandabbau am Birkensee auf "nur noch" 7,5 Hektar genehmigt wurde – 2006 und 2009 sollten etwa 30 Hek­tar als sogenannte Vorrangfläche ausgewiesen werden.

Ganz verhindern konnten BN und Fränkischer Albverein die Genehmigung allerdings nicht. Die Naturschützer warnen: "Mindestens drei Grad Celsius lägen die Temperaturen an den heißen Sommertagen höher, wenn wir den Reichswald nicht hätten, und das vor allem auch nachts. Ersatzaufforstungen weit weg in der Oberpfalz wie für einige Eingriffe geplant nutzen da wenig." 

Andreas Sichelstiel

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