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Bürger beteiligen sich aktiv an Schnaittacher Entwicklung

Infrastruktur und Lebensbedingungen im Fokus - Zahlreiche Diskussionen - 02.07.2014 20:00 Uhr

Die Dauerbaustelle Badhaus nimmt allmählich Form an, wie die Bürger beim Rundgang feststellten. © Schuster


Möglichst viele Bürger sollen neben den Experten und Marktgemeinderäten mitarbeiten zum Beispiel an der künftigen Infrastruktur und besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen im Kernort. Bürgermeister Frank Pitterlein freute sich über die rege Teilnahme. Auch der Erlanger Geographie-Professor Tobias Chilla war gekommen. Mit sechs Studenten hatte er bereits im März mit der Situationsbeschreibung vor Ort begonnen.

Mit einer Präsentation stellte der Projektmanager Andreas Weitzenberger den Bürgern vor, um was es geht. Um weiter gut an Städtebau-Fördermittel zu kommen, sollte Schnaittach seine Anstrengungen, den Ort voranzubringen, in einem einheitlichen Entwicklungskonzept bündeln. Beim Ortsrundgang teilten sich Bürger und Marktgemeinderäte in zwei Gruppen auf. Stationen waren Erlanger Straße, Marktplatz, Bayreuther Straße, der Treppenabgang zum Mühlzipfel mit der mustergültig sanierten ehemaligen Farbmühle, die heute im Besitz der Familie Reinhold ist.

Der Spaziergang führte auch an mustergültig sanierten Häusern vorbei. © Schuster


Weiter ging es über den Kirchenplatz zur Fröschau, wo der neue Eigentümer des Badhaus-Areals, Joachim Pietzcker, der ebenfalls gelobt wurde, die historischen Gebäude dort zu Wohneinheiten umbaut. Weiter ging es über die Bahnhofstraße zur Nürnberger Straße, vorbei am Kolbmannshof in den Bereich Johannis und dann entlang des großen Schafferareals zum Badsaal zurück.

"Das Ziel bestimmen die Bürger"

Bereits während des Spaziergangs fanden zahlreiche Diskussionen statt und die Teilnehmer an der Führung hatten die Möglichkeit, auf einem Papier ihre Gedanken aufzuschreiben. Diese schriftlichen Eindrücke werden anonym bis zur sogenannten Bürgerwerkstatt ausgewertet vorliegen. Unter der Moderation von Stephanie Utz wurden Themenschwerpunkte an einer Pinnwand festgehalten: unter anderem die Kritik am Flickenteppich der Straßen, der Bedarf an barrierefreiem Wohnen zu bezahlbaren Preisen, die verbesserungswürdige Sauberkeit auf Straßen und Wegen, die Erhaltung der Wirtshauskultur und fehlende Übernachtungsmöglichkeiten im Ort.

Die Ergebnisse des Rundgangs wurden an der Pinnwand festgehalten. © Schuster


Ein anderes Thema war die mangelhafte Parkmoral der Schnaittacher. Ein Bürger wollte auch mehr darüber wissen, wie für den Hauptort eine griffige Marke zu finden sei. Der Bürgermeister sagte, dies würde – eventuell – später erfolgen, weil dafür auch die Ortsteile mit eingebunden werden müssten. Pitterlein schlug vor, eine Art Stammtisch für Sanierungen älterer Gebäude zu installieren für erfahrene Modernisierer und Hauseigentümern, die von deren Erfahrungsschatz profitieren könnten. Besonders im Schnaittacher Zentrum stehen viele Gebäude unter Denkmalschutz.

Am Ende fasste der Rathauschef zusammen: „Das Ziel bestimmen die Bürger.“ Prompt haben sich am Abend bereits knapp 20 Teilnehmer zur Bürgerwerkstatt am 26. Juli angemeldet. Aber auch spontan ist eine Teilnahme noch möglich. 

Udo Schuster

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