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Das KNRD-Festival: Punk-Rock auf dem Lande

Viel Lob von Bands und Besuchern für das Event in Schnaittach - 25.07.2016 15:36 Uhr

Das KNRD-Festival kam sehr gut bei den Besuchern an. © Udo Schuster


Erstmals zeichnete der neu gegründete Verein "KNRD Fest e.V." verantwortlich für das Festival rund um das Naturfreundehaus Hormersdorf. Bereits zum fünften Mal fand das Konradfest beim Laufer Naturfreundehaus am Hohen Kreuz statt.

Zwei Tage brachten Bands aus weiten Teilen Europas sowie den USA den Punk-Rock aufs Land. Eröffnet wurde dieses außergewöhnliche, kostenlose Festival durch die aus NRW stammende Band Venturas. Ob Bands oder Beuscher, es gab durch die Bank nur Lob für da gute besuchte Event. Alle waren begeistert von der familiären Atmosphäre, bei der auch der hautnahe Kontakt zu den Musiker kein Problem darstellte.

Das größte Lob? "Ihr alle habt verstanden, um was es beim Punkrock geht." Und es kam von einem der es wissen muß, dem Sänger und Gitarristen Toto, von Skin of Tears. Die Band feierten ihr Debüt im Schnaittacher Gemeindegebiet. Bereits seit 1991 tourt die Band aus NRW über die Grenzen Europas und ist deshalb in der Szene bekannt. Toto, Andi und Christian werden jedenfalls als Band im nächsten Jahr beim KNRD-Fest wieder dabei sein.

Talenten eine Bühne bieten

Schon im vierten Jahr in Folge kam die englische Band Darko aus Guildford zum Naturfreundehaus. Die Musiker touren mit ihrem Melodic-Hardcore-Punk europaweit und fühlten sich auf dem Konrad-Fest pudelwohl. Sie selbst bezeichnen das Fest als das Highlight in jedem Jahr. Das hierbei auch neue Freundschaften geschlossen und alte gepflegt wurden, versteht sich von selbst.

Ohne die Laufer Naturfreunde selbst geht es aber auch nicht, betont der Vorsitzende Andi Eckert vom Verein KNRD-Fest und bedankt sich ausdrücklich stellvertretend bei Kurt Bauer, dem Chef der Naturfreunde am Hohen Kreuz. "Wir wollten neue Strukturen schaffen und die Aufgabenverteilung geregelt haben", erklärt Eckert zur Gründung des mittlerweile als gemeinnützig anerkannten Vereins.

Viele Musiker von ehemals Konrad 48 sind als Mitglied hier auch aktiv. Der Verein will regionalen sowie internationalen Talenten eine Bühne bieten und so zur Belebung der Punkrock-Szene beitragen. Dabei wird stets Wert auf eine angemessene Bezahlung der Bands gelegt und nie gewinnorientiert gearbeitet. Dieses Non-Profit Denken gefiel auch den Gästen, die meist verantwortungsbewusst mit dem anfallenden Müll umgingen.

Davon zeugten auch Aschenbecher, die in der Wiese neben den Zelten standen. Die Dieselaggregate liefen bis in die späte Nacht auf Hochtouren und versorgten die Musikanlage und alles, was sonst mit Strom betrieben wurde. Einige Gäste nächtigten in der lauen Sommernacht auf der Wiese oder im Zelt. Lange Gespräche mit interessanten Menschen sowie neue Freunde finden und Spaß haben, stand dabei im Mittelpunkt.

Die lebendsten Legenden

Nicht jedem Besucher gefiel alles, was die Bands an Eigenkompositionen auf ihrer Setlist hatten. Seit einiger Zeit sorgt Migre Le Tigre, der musikalische Exportschläger aus der Schweiz, für Aufmerksamkeit. Seine Ansichten mögen einigen Menschen extrem erscheinen. Er prangert so manche Missstände dieser Welt an und beginnt dabei gerne vor seiner eigenen Haustüre. Konrad freute sich, dass er wieder dabei war genauso wie manch Gäste der älteren Generation, die etwas in der Minderheit waren.

Einig waren sich aber alle, als beispielsweise Skin of Tears auf der Bühne standen. Diese Musiker standen schon auf den Brettern, die die Welt bedeuten, als einige der Festivalbesucher noch gar nicht geboren waren. "Skin of Tears sind vielleicht die lebendsten Legenden, die jemals auf einem KNRD-Fest gespielt hatten", solche und ähnliche Einführungsbeschreibungen der auftretenden Bands wurden durch Marc Hlusiak, dem stellvertretenden Vorstand des Vereins, den alle nur Makk nennen, zum Besten gegeben.

Er übersetzte auch häufig ins Englische, da doch viele Besucher von weit außerhalb Schnaittachs anreisten. Mit über 40 Helfern stemmte das Konradteam die komplette Organisation rund um das kleine aber feine Musikfestival. Die Laufer Naturfreunde halfen dabei kräftig mit und sorgten mit einem Weißwurstfrühstück für gute Laune nach einer langen Nacht. Da ja kein Eintrittsgeld kassiert wurde, hoffte man auf Spenden der Gäste. "Jeder kennt irgendwie jeden und genau das macht dieses Konradfest so einmalig", sagt Florian Deglmann, der frühere Gitarrist bei Konrad 48 .

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Konradfest in Schnaittach: "Friedliche, harmonische Punk-Rock-Party"

Beim Konrad-Festival in der Nähe von Hormersdorf wechselten sich am Wochenende im Stundentakt 18 Bands aus rund elf Ländern auf der Bühne ab. Eine friedliche, harmonische Punk-Rock-Party bei der nicht nur völlig ausgeflippte Typen sich selbst feierten, sondern auch Gäste aus der Umgebung ihren Spaß hatten.


 

Udo Schuster

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