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Dienstleister der Vereine

Sportvereine tauschen sich aus - 04.05.2012 11:41 Uhr

BLSV-Bezirksvorsitzender Jörg Ammon legte den Vereinsvertretern in seinem Referat über „Steuern & Finanzen“ einen sorgfältigen Umgang mit steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten ans Herz.

BLSV-Bezirksvorsitzender Jörg Ammon legte den Vereinsvertretern in seinem Referat über „Steuern & Finanzen“ einen sorgfältigen Umgang mit steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten ans Herz. © Keilholz


"Sportliche Betätigung und sportlicher Ausgleich ist sehr wichtig für unsere Bevölkerung“, so Landratsstellvertreter Hans-Joachim Dobbert, der in seiner Begrüßung den BLSV als „Dienstleister für unsere Vereine“ würdigte.

Ein Lob, das BLSV-Präsident Günther Lommer sichtbar erfreute. Dieser warb in einer mitreißenden freien Rede – als Manuskript diente ein einziges Blatt mit kurzen handschriftlichen Notizen – für „seinen“ BLSV.

„Wenn es um Sport geht, dann möchten wir der Ansprechpartner Nummer 1 sein“, so Lommer, der die Zuhörer mit seiner Zukunftsvision des BLSV fesselte und stichpunktartig die Angebotspalette des Verbands für seine Vereine umriss: Klima-Check von vereinseigenen Sporthallen und Gebäuden, Steuer – und Rechtsservice, Satzungscheck (Beratung bei neuer Satzung), Sportkongress, Mitgliederwerbung und die Kindersportschule (KISS), von Lommer euphorisch als Quantensprung gepriesen.

In der Frage der staatlichen Zuschüsse vermeldete er Erfolge. Sind es zuletzt nur noch fünf Millionen Euro an Investitionsmittel für den Sportstättenbau gewesen, war der BLSV in seinen Bemühungen um eine Verbesserung der Situation bei der Politik erfolgreich. „Das Bauen für Sie wird etwas leichter werden“, freute sich Lommer, dass es durch die vom Freistaat Bayern um acht auf jetzt 13 Millionen erhöhten Zuschüsse künftig möglich ist, die Wartezeiten für die Auszahlung von Darlehen auf drei Jahre zu verkürzen.

Erfreuliches auch bei der Übungsleiterpauschale: Hier gibt es heuer und im nächsten Jahr jeweils 750.000 Euro mehr. Damit kann der Zuschuss wieder auf den früheren Stand von 28,5 Cent pro Förderpunkt erhöht werden.

Darüber hinaus bekamen die Vereinsvertreter in vier Workshops eine Vielzahl von Informationen und Angebote des Verbands zu den Themen „Projekte und Aktionen“, „Steuern und Finanzen“, „Bauvorhaben, Staatsmittel“ und zur Sportversicherung zur Hand.

Nachwuchs wird immer wichtiger

Oberbayerns Bezirksvorsitzender Otto Marchner warb für die „Zukunftswerkstatt Sportverein“. So komme dem Kinder – und Jugendsport im Vereinsleben ein immer größerer Stellenwert zu. Angesichts des demografischen Wandels und der Entwicklung hin zu Ganztagsschulen sei es deshalb wichtig, dass der Sport seine Präsenz in den Schulen verstärkt und die Vereine die Zeichen der Zeit erkennen und mit ihren Sportangeboten in die Schulen gehen, so Marchner.

Jörg Ammon bereitete das komplexe Thema Steuern und Finanzen auf. Ein Bereich von höchstem Interesse, weil hier jede Menge Fallstricke für die Vereine lauern. Anschaulich und nachvollziehbar brachte der mittelfränkische Bezirksvorsitzende anhand einer Reihe von Fallbeispielen aus der Praxis die Thematik der Beschäftigungsverhältnisse im Sportverein unter Beachtung von steuer – und sozialversicherungspflichtigen Aspekten nahe.

Markus Ott, Referatsleiter Staatsmittel und Finanzen, informierte über die Möglichkeiten der Förderung bei Bauvorhaben und Dieter Huber, Leiter der BLSV-Sportversicherung, gab Informationen zum Sportversicherungsvertrag.

Abschließend war Gelegenheit, sich zu den in den Workshops behandelten Themen oder spezifische, den eigenen Verein betreffende Punkte, direkt mit den anwesenden Vertretern der Verbandsspitze auszutauschen, wovon die Teilnehmer ausführlich Gebrauch machten. 

Manfred Keilholz

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