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Kiffen ganz legal? Mortler lehnt Coffeshops ab

Neue Drogenbeauftragte aus Lauf will keinen freien Verkauf von Cannabis - 20.01.2014 11:38 Uhr

Dieser junge Mann wird wohl weiterhin in die Niederlande fahren müssen, um einen Joint zu rauchen. Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler  spricht sich strikt gegen Coffeshops in Deutschland aus.

Dieser junge Mann wird wohl weiterhin in die Niederlande fahren müssen, um einen Joint zu rauchen. Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler spricht sich strikt gegen Coffeshops in Deutschland aus. © dpa


Sie stellt sich gegen Pläne, in Berlin-Kreuzberg einen Coffeeshop nach niederländischem Vorbild zu errichten. “Die Legalisierung des Verkaufs von Cannabis mitten in der deutschen Hauptstadt wäre ein falsches Signal“, sagte Mortler der “Passauer Neuen Presse“. Einen entsprechende Initiative hatten die Grünen eingebracht. Mortler geht nach eigenen Worten allerdings davon aus, “dass der Senat, falls dazu ein Antrag gestellt würde, genügend Ablehnungsgründe hat“.

Einer weiteren Droge sagt die neue Drogenbeauftragte aus Lauf jetzt verstärkt den Kampf an. Im östlichen Bayern wird Crystal Meth immer mehr zu einem Problem.  Mortler  will entschlossen gegen die Modedroge vorgehen. “Die Gefahren von Crystal dürfen nicht verharmlost werden“, sagte sie der Zeitung. Nötig sei “mehr Aufklärung“.

Crystal ist eine synthetische Droge, macht schnell abhängig und wird für den deutschen Markt vor allem in tschechischen Drogenlabors produziert. Vor allem im angrenzenden Sachsen und Bayern ist die Droge ein großes Problem, aber auch andere Bundesländer sind zunehmend betroffen. “Wir müssen wachsam sein und dürfen nicht zulassen, dass daraus deutschlandweit ein Problem wird“, forderte Mortler.

Für die Nervenzellen ist Crystal hochgiftig. Vor allem der Langzeitkonsum kann zu Nervenschäden, Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, Zahnausfall, Herzproblemen, Hautentzündungen und Psychosen führen. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden 2012 insgesamt 2556 Menschen erstmals wegen der Droge bei den Behörden auffällig, das waren 51 Prozent mehr als im Jahr davor.

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afp/acb

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