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KNRD Festival in Hormersdorf: Punkrocker drehen auf

Zwei Tage lang strömten die Besucher nach Hormersdorf - 23.07.2017 19:55 Uhr

Ausgelassene Stimmung und jede Menge Besucher beim KNRD Fest in Hormersdorf. © Udo Schuster


Erstmals war ein Securitydienst im Einsatz, der auch den Zugang zum Festivalgelände überwachte. Die Organisation dieses kleinen Festivals lag in den Händen des gleichnamigen Vereins, dessen Wurzeln in der ehemaligen Laufer Band "Konrad 48" zu finden sind. Bereits zum sechsten Mal fand das Konradfest beim Laufer Naturfreundehaus am Hohen Kreuz statt.

Zwei Tage brachten die Bands aus weiten Teilen Europas sowie mit den Jungs von "Get Dead" aus den USA den Punk Rock aufs Land. Eröffnet wurde das Festival durch die aus England stammende Band "The Wonder Beers".

Das gut besuchte Festival wurde durch die Bank von allen gelobt. Bands und Besucher waren begeistert von der familiären Atmosphäre bei denen auch der hautnahe Kontakt zu den Musiker kein Problem darstellte. Hier holte ein Gitarrist einer Band einen Luftgitarre spielenden Fan auf die Bühne, drückte ihm sein Instrument in die Hand und ließ ihn für ein paar Minuten "machen", erkannte jedoch schnell, dass nur schräge Töne über die Anlage schallten.

Eine englische Band feierte ihr Debüt im Schnaittacher Gemeindegebiet bereits vor fünf Jahren. Es hat den Jungs aus Guildford, die "Darko" verkörpern, in der Natur der Frankenalb mit den gleichgesinnten Besuchern damals schon gefallen. Die Musiker der Band touren mit ihrem Melodic-Hardcore-Punk europaweit und fühlten sich nach wie vor in der großen Fangemeinde auf dem Konrad Fest pudelwohl.

Sie selbst bezeichnen das Fest als ihr Highlight in jedem Jahr. Dass hierbei auch neue Freundschaften geschlossen wurden und alte gepflegt, versteht sich von selbst. Aus der niederländischen Provinz Nordbrabant war zum ersten Mal die Band "March" gekommen. Frontfrau Fleur dominierte hier nicht nur wegen ihrer Körpergröße sondern auch mit gekonnten Gitarrenriffs. Die vier Musiker der Band waren von der Landschaft restlos begeistert und übernachteten im Zelt.

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Bier, Bässe, Bands: So lief das KNRD Festival in Hormersdorf

Beim KNRD Festival in der Nähe von Hormersdorf sind am Wochenende im Stundentakt die Bands aufgetreten. Eine friedliche, harmonische Punk Rock Party, bei der nicht nur ausgeflippte Typen sich selbst feierten sondern auch Gäste aus der Umgebung ihren Spaß hatten.


"Not on Tour", so der Name der israelitischen Band sowie "Pears" aus den USA waren die Highlights in den lauen Abendstunden am Freitag. Ohne die Laufer Naturfreunde selbst geht es aber auch nicht, betont der Vorsitzende Andi Eckert vom Verein KNRD Fest und bedankt sich ausdrücklich bei Kurt Bauer, dem Chef der Naturfreunde am Hohen Kreuz.

Der Verein will regionalen sowie internationalen Talenten eine Bühne bieten und so zur Belebung der Punkrock-Szene beitragen. Dabei wird stets Wert auf eine angemessene Bezahlung der Bands gelegt und nie gewinnorientiert gearbeitet. Dieses Non-Profit Denken gefiel auch den Gästen, die meist verantwortungsbewusst mit dem anfallenden Müll umgingen.

Mischung aus Jung und Alt

Nicht jedem Besucher gefiel, was die Bands an Eigenkompositionen auf ihrer Setlist hatten. Man hatte aber auch die Möglichkeit im hinteren Bereich, bei leiseren Tönen, das besondere Flair zu erleben. Dies nutzen so manch ältere Fans, wie Otmar Will aus Hormersdorf. Der rüstige Senior war wie alle Jahre zu Fuß zum Fest gekommen. Aber auch ganz junge Leute traf man um das Naturfreundehaus. So kam die junge Familie Mardersteiner aus der Gegend um Neumarkt mit ihrem historischen VW Bus zum Platz. Die Eltern brachten ihren knapp einjährigen Sohn mit. Erfahren hatten sie von einem Nachbarn, dass hier ein kleines Punk-Rockfestival stattfindet. Selbstredend setzten sie dem Filius einen kindgerechten Gehörschutz auf.

Eine besondere Aufgabe hatte Marc Hlusiak, der stellvertretende Vorstand des Vereins. Er übernahm die nicht immer leichte Aufgabe des Schiedsrichters bei dem traditionellen "Flunkyball". Gewonnen hatte ein Team aus Sonneberg mit Kevin und Philip, die sogar ohne ein Navi den Weg zum Gelände gefunden hatten.

Einige Gäste nächtigten in der lauen Sommernacht auf der Wiese oder im Zelt. Lange Gespräche mit interessanten Menschen sowie neue Freunde finden und Spaß haben, stand dabei im Mittelpunkt. Mit über 40 Helfern stemmte das Konradteam die komplette Organisation rund um das  Musikfestival.

Die Laufer Naturfreunde halfen dabei kräftig mit und sorgten mit einem Weißwurstfrühstück für gute Laune nach einer langen Nacht, die mit einem Wehrmutstropfen endete. Wegen Lärmbelästigung durch die Musik hat sich ein Bürger bei der Polizei beschwert. Um im Einklang mit den Bürgern des Schnaittacher Ortsteils auch für die Zukunft ein gutes Miteinander zu erhalten, wurde das Festival dann nach Mitternacht beim Auftritt der letzten Band abrupt beendet.

Die Stimmung der Gäste sank kurzzeitig auf den Nullpunkt, jedoch akzeptierten die Besucher die Entscheidung der verantwortlichen Organisatoren. "Jeder kennt irgendwie jeden und genau das macht dieses Konradfest so einmalig", sagt Florian Deglmann, der frühere Gitarrist bei Konrad 48. 

Udo Schuster

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