Dienstag, 25.09.2018

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Ottensooser Storchennachwuchs ist nur noch zu dritt

Einer der Jungvögel ist gestorben - 08.06.2018 14:00 Uhr

Die Ottensooser Storchenmama Anna fliegt los, um Nahrung zu holen. Im Nest sind gut erkennbar nur noch drei Jungstörche geblieben. © Klausen


Storchenliebhaberin Tina Klausen fiel auf, dass nur noch drei Jung­störche auf dem Kamin der ehemaligen Ottensooser Brauerei saßen. Am Vortag waren alle viere noch putzmunter. Unter dem Nest in einem Dickicht fand sie die traurige Gewissheit, dass ein Junges nicht mehr am Leben war. Anhand der Verletzungen des jungen Vogels geht Klausen davon aus, dass es möglicherweise einen Angriff auf den Horst gegeben haben könnte und der Jungstorch dabei getötet wurde. Sehr wahrscheinlich haben ihn die Eltern dann aus dem Nest herausbefördert.

Attacke auf das Nest?

Derzeit halten sich zwei nestsuchende Störche in der Umgebung auf. Sie attackieren auch bereits bewohnte Nester, um diese zu erobern, wie beispielsweise aus Neuhaus berichtet wurde. Das ist Stress pur für die ganze Storchenfamilie, denn die Jungen sind der Gefahr aus der Luft häufig ganz hilflos ausgesetzt. Sie müssen derzeit immer wieder allein im Nest warten, während die Storcheneltern gemeinsam auf Futtersuche gehen, um die Jungstörche satt zu bekommen.

Normalerweise bleibt am Anfang immer ein Altstorch in der Nähe, um bei Gefahr schnellstmöglich auf dem Nest zu sein. Die Voraussetzung ist jedoch, dass es in der unmittelbaren Umgebung genügend Futter gibt. Die anhaltende Trockenheit zwingt die Elternstörche derzeit jedoch, weitere Strecken zu fliegen, um nach Futter zu suchen. So können sie die Jungen nicht mehr so gut bewachen.

Halbe Rationen

Nach dem Tod eines Jungtiers blieb in den vergangenen Tagen wieder ein Altstorch bei den Jungen, was auf der anderen Seite aber zunächst einmal "halbe Futterrationen" bedeutet. Je größer vor allem die Flügel der Jungvögel werden, umso besser können sie sich auch selbst wehren.

Neben anderen Störchen auf Nestsuche können es auch Raubvögel oder Krähen sein, die die Jungen aus der Luft angreifen, weiß Tina Klausen.
In Lauf auf dem Marktplatz geht es der Storchenfamilie Johanna und Karl mit ihren beiden Jungen übrigens sehr gut. Die Kleinen wachsen und gedeihen prächtig. 

pz

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