Montag, 19.11.2018

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Renovierung des Schwaiger Hallenbads geht voran

Bauschutt statt Badewasser - Kostenvoranschlag liegt bei 2,1 Millionen Euro - 12.09.2018 18:06 Uhr

Das Gerüst für die Deckenarbeiten über dem Schwimmerbereich steht schon. Bürgermeisterin Ruth Thurner informierte sich über den Fortschritt der Sanierungsarbeiten. © Brinek


Seit Anfang August ist das Schwai­ger Bad geschlossen. Es wird aufwändig und nach modernsten Erkenntnissen saniert. Die letzte Renovierung wurde in den Jahren 1995/1996 durchgeführt und kostete damals rund elf Millionen Mark.

Schwaigs Bürgermeisterin Ruth Thurner und Gemeindebauleiter Swen Kellner schauten sich nun den Fortschritt an. Sie waren sich darin einig, dass die Bauarbeiten gut vorankommen: "Wir sind gut in der Zeit und die Kosten bewegen sich momentan im vorkalkulierten Rahmen", sagten sie. Der Kostenvoranschlag für die Baumaßnahme liegt bei insgesamt 2,1 Millionen Euro.

Unvermeidliche Kosten

Eine stolze Summe, aber unvermeidlich, wie Thurner und Kellner betonen. Schwimmbäder müssten eben immer wieder saniert werden, darum komme man nicht herum. Denn das Wasser, der Wasserdampf und die Chlorgase nagen an Baustoffen und Einrichtungsgegenständen. Bei der "Pegnitzaue" gebe es zusätzlich das Problem, dass die Fliesen ohne Isolierung auf den Unterbeton geklebt wurden, wodurch Wasser eindringen konnte, das die Fliesen teilweise anhob. Deshalb waren bisher jedes Jahr aufwändige Nachbesserungen notwendig gewesen, um größere Schäden zu vermeiden. Unter der Feuchtigkeit haben auch die elektrischen Leitungen und Anlagen stark gelitten, sodass auch diese nun komplett erneuert werden.

Da die Heizung 2003 auf den neuesten Stand gebracht und 2017 das Blockheizkraftwerk überholt wurde, besteht bei der Technik insgesamt nur Ergänzungsbedarf. Als sich abzeichnete, dass eine Sanierung nötig würde, hatte sich der Gemeinderat dazu entschlossen, auch den Umkleide- und Sanitärbereich des Bads aufzufrischen und großzügiger zu gestalten. Überhaupt soll die sanierte Anlage künftig mehr Bewegungsfreiheit bieten und Eleganz ausstrahlen.

Schallschutzdecken sind neu

Inzwischen wurden der alte, nicht mehr genutzte Saunabereich abgerissen sowie über 1000 Quadratmeter Fliesenbelag abgeschlagen und entsorgt. Die Umkleiden wurden abgebaut und fortgeschafft, der komplette Umkleidebereich vollständig entkernt. Im ehemaligen Schwimmbecken steht nun ein Gerüst, das die Decke während der Arbeiten am Dach stützen soll. Hier werden künftig Schallschutzdecken mit modernster Technik dafür sorgen, dass sich der Geräuschpegel während des Badebetriebs in Grenzen hält. Für die Badegäste soll der Aufenthalt dadurch deutlich angenehmer und entspannender werden.

Bürgermeisterin Ruth Thurner und Swen Kellner rechnen fest damit, dass die "Pegnitzaue" im kommenden Jahr pünktlich zum Jazzfrühschoppen am 1. Mai wieder für die Badegäste geöffnet werden kann. 

Hans Brinek

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