Mittwoch, 14.11.2018

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Schlittenhunde geben bei den "Frankonia Open" Gas

Bayerische Meisterschaften wurden im Schönberger Forst ausgetragen - 26.11.2017 18:36 Uhr

Mit hoher Geschwindigkeit preschten die Tiere über die Waldwege im Schönberger Forst. Bei den Meisterschaften kam es auf jede Sekunde an. © Udo Schuster


Gestartet wurde in 16 Klassen mit Teilnehmern aus ganz Deutschland, sowie Gästen aus Frankreich, Österreich und der Schweiz. Die meisten der Musher, so nennt man die Schlittenhundesportler, die teilweise lange Anfahrtsstrecken bewältigen mussten, reisten bereits am Freitag an, um sich auf den Wettkampf vorzubereiten. Die Schnellsten waren mit dem Bike in 8 Minuten auf der rund 4,5 Kilometer langen Strecke durch den Schönberger Forst unterwegs. Aber auch mit dem Scooter wurden schnelle Runden mit rund einer Minute mehr absolviert. Die Piloten der Gespanne dagegen hatten immer wieder mal Probleme auf der Rennstrecke. Manche Hunde wollten nicht gleich den Kommandos zum Abbiegen folgen und auch mit unvernünftigen Spaziergängern, die ihren Hund mitführten, gab es Konflikte.

Leider war der erste Wettkampftag am Samstag bis in den frühen Nachmittag von Dauerregen begleitet. Die Hundeführer störte das weniger als die Besucher, deren Anzahl am Samstag leicht überschaubar war. Es war beeindruckend zu sehen wie heiß die Hunde sind, um endlich loslaufen zu können. "Go Ahead" war ein lautstarkes Kommando, das sehr häufig zu hören war, wenn die Musher ihre Huskys zum schnellen Weiterlaufen bewegen wollten. In ihrem Bewegungsdrang kam es selten vor, dass die Schlittenhunde von der eigentlichen Rennstrecke abweichen wollten. Am Ende der jeweiligen Rennen kümmerten sich die Schlittenhundeführer mit ihren Helfern ausgiebig um ihre Lauftiere.

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Mit Karacho: Schlittenhunde-Meisterschaften im Schönberger Forst

Am Wochenende traten rund 400 Hunde bei den 26. "Frankonia Open" im Schönberger Forst an. Dabei wurden auch die bayerischen Meisterschaften ausgetragen. In verschiedenen Disziplinen preschten die Tiere mit Karacho über die Waldwege und wagten sich auch ins kühle Nass.


Als jüngster Copilot war der dreijährige Lorenz Drubek aus Iphofen mit seinem Vater am Start. Auch der Sproß kannte bereits die Kommandos, die seine Alaskan Malamuten zum Laufen bringen. Diese Hunderasse ist die größte und kräftigste unter den reinrassigen Schlittenhunden. Die Tiere werden wegen ihrer Ausdauer auch als "Lokomotive des Nordens" bezeichnet. Mit zwei seiner Samojeden ging Norbert Güldner an den Start.

Der Gräfenberger, der erst vor zwei Jahren begann bei Rennen mitzumachen, wusste natürlich, dass er hier keinen Preis gewinnen wird, denn diese über 1000 Jahre alte Schlittenhunderasse zeichnet sich nicht durch schnelle Laufergebnisse, sondern ebenfalls durch seine Ausdauer und Robustheit aus. Samojeden sind ausgesprochen menschenbezogen, sanft und anhänglich. Tier und Besitzer haben ein inniges Verhältnis und dies spürte man nicht erst beim Rennen, sondern bereits bei einem Rundgang durch das Musherlager. Besonders die Hunde fieberten voller sichtlicher Vorfreude ihrem jeweiligen Einsatz entgegen und waren nur mit Mühe zu halten.

Am Samstag wie am Sonntag, dann aber mit kurzen Schneeschauern und Sonnenschein im Wechsel, waren die Wagengespanne mit vier bis acht Hunden der Hingucker bei den Zuschauern, die sich in den weitläufigen Start- und Zielgelände fast verloren. Aber auch Disziplinen mit dem Roller, mit dem Bike und als Canicross waren zu sehen. Bemängelt wurde von den Gästen das hier zu wenig Information über den zeitlichen Ablauf bekannt gegeben wurden. 

Udo Schuster

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