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Schnaittach: Schul-Turnhalle muss weichen

Schüler müssen wohl bis zu den Herbstferien in andere Hallen für den Unterricht - 13.08.2018 16:59 Uhr

Noch steht die große Turnhalle (links im Bild), bald ist sie Geschichte. Die Vorbereitungen für den Abriss haben begonnen. © Schuster


Laut Schnaittachs Bürgermeister Frank Pitterlein handelt es sich um die größte Einzelinvestition in der gesamten Wahlperiode 2014 bis 2020: Abriss der größeren Turnhalle und Neubau an der Schnaittacher Grundschule. Die Gesamtkosten des Projekts sollen voraussichtlich rund zwei Millionen Euro betragen.

Die Turnhalle tat laut Pitterlein über Jahrzehnte gute Dienste, sei aber nicht mehr sanierbar und daher nicht zu retten. Nach über drei Jahren Beratung und gut zwei Jahren Planung seien die nötigen Bescheide und Genehmigungen nun nahezu vollständig, dass man es vertreten könne, mit den Vorarbeiten für den Abriss zu beginnen, so der Bürgermeister.

Der genaue Zeitpunkt des Beginn des Abrisses stehe noch nicht fest. Aber die Vorbereitungen sind nun schon deutlich sichtbar sowohl an der Erlanger Straße vor der Schule als auch im Pausenhof. Die Um- oder Neuverlegung von Leitungen sei notwendig geworden, damit diese beim Abriss und Neubau nicht im Weg seien beziehungsweise während der Bauzeit weiterhin die Schule versorgen könnten.

Um den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören, wurden viele Arbeiten rund um die Stromversorgung und den Umbau der Heizung in die Sommerferien verlegt. Bisher wurde mit Öl geheizt, nun wird auf Gasbrenner umgerüstet, sagt Jürgen Ertel vom Schnaittacher Bauamt.

Der eigentliche Abriss der Halle soll möglichst spätestens in den Herbstferien beginnen. Die neue Turnhalle, die bereits im Haushalt 2017 für das Vorjahr vorgesehen war, wird dort gebaut, wo sich bisher der Hartplatz der Schule befindet. Ein neuer Hartplatz soll sich künftig im Westen der Halle anschließen. Die ehemalige Hausmeisterwohnung sowie die alte kleinere Turnhalle bleiben bestehen und werden saniert. Wann die neue Turnhalle bezugsfertig ist, sei laut Pitterlein noch nicht absehbar. Das liege auch an Regenund Frostphasen.

Unterricht verlagert

Mit der Schule zusammen hat der Markt einen Ablaufplan und Sportplan für die Abriss- und Bauphase erstellt, so der Bürgermeister. „Dank vieler Unterstützung auch durch Nachbarkommunen kann das fehlende Turnhallenvolumen kompensiert werden. Der Ausfall an Sportunterricht sollte damit äußerst gering sein“, so Pitterlein. Die Schüler können in die Hallen der örtlichen Mittelschule, des Caritas-Jugendhilfezentrums im Markt sowie der Grundschule Neunkirchen ausweichen. Auch der Markt Eckental habe Unterstützung angeboten. Sport sei zu wichtig, als dass er ausfallen dürfe, so der Bürgermeister.

Auch die Schnaittacher Vereine wurden über die ab jetzt nicht mehr nutzbare Halle informiert. Fast alle könnten ohne Probleme in die Halle der Mittelschule umziehen, sodass auch dort wenig Ausfall zu erwarten sei. "Trotzdem gehen wir in Schnaittach nun durch eine Durststrecke mit weniger Turn- und Sportübungsraummöglichkeiten, bis die neue Halle fertig ist", sagt Pitterlein. 

Andreas Kirchmayer, Udo Schuster

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