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Söder weiht "Bayern-WLAN"-Hotspot in Rückersdorf ein

Finanzminister trägt sich auch ins Goldene Buch der Stadt ein - 25.04.2017 20:36 Uhr

Bei der Einweihung der „BayernWLAN“-Hotspots trug sich Finanzminister Markus Söder in das Goldene Buch der Gemeinde Rückersdorf ein. CSU-Gemeinderat Johannes Ballas, MdL Norbert Dünkel, RUW-Gemeinderat Andreas Ellner,stellvertretender Landrat Norbert Reh und Bürgermeister Manfred Hofmann (von links) schauten zu. © Cichon


"Wir wollen Bayern Stück für Stück mit WLAN erschließen. Denn das bedeutet Lebensqualität", betont Markus Söder im Sitzungssaal des Rückersdorfer Rathauses. Vor vier Jahren habe er sich vorgenommen, die Digitalisierung in Bayern voranzutreiben. In der Stadt liege sie bei 80 Prozent, auf dem Land hingegen nur bei zehn Prozent. "Es droht eine digitale Spaltung", meint der Minister. Deshalb sollen langfristig überall Glasfaserkabel verlegt werden. Außerdem sollen auch kleine Höfe, die nicht versorgt sind, an das Breitbandnetz angeschlossen werden.

Rückersdorf bekommt nun am Rathaus und am Schmidtbauernhof jeweils einen "BayernWLAN"-Hotspot. "Das 'BayernWLAN' ist kostenlos, rund um die Uhr verfügbar, ohne Begrenzung und sicher", zählt Söder die Vorteile des drahtlosen Internets auf.

"Der Ausbau ist nicht ganz uneigennützig"

Rund 800 bayerische Gemeinden zeigen dem Finanzminister Interesse an der kabellosen Internetversorgung des Freistaats. Außerdem sollen im öffentlichen Nahverkehr Pilotprojekte zum "BayernWLAN" starten.

Rückersdorfs Bürgermeister Manfred Hofmann freut sich darüber, dass es in seiner Gemeinde eine der ersten Installationen im Landkreis gibt. "Der Ausbau ist nicht ganz uneigennützig. Bei Sitzungen können wir uns unsere Unterlagen jetzt auf das Tablet laden", erzählt er. Am Rathaus könne man sogar schon mit 50 Mbit pro Sekunde surfen. Am zweiten Hotspot, dem Schmidtbauernhof, seien es im Moment noch fünf Mbit pro Sekunde.

Erster Teilbetrag von rund 4,1 Millionen Euro

Im Rahmen der Einweihung übergab Markus Söder außerdem einen Förderbescheid über 2,2 Millionen Euro für das Landratsamt an den stellvertretenden Landrat Norbert Reh. Der Finanzminister nutzte das für ein wenig Eigenlob: "Im Jahr 2017 investieren wir fast neun Milliarden Euro in den kommunalen Finanzausgleich. Ich bin damit vermutlich einer der großzügigsten Minister."

Mit dem Geld soll die Sanierung und der Ersatzneubau des Leibniz-Gymnasiums Altdorf gefördert werden. Es ist der erste Teilbetrag von rund 4,1 Millionen Euro, mit der der erste Bauabschnitt unterstützt wird. "Wir sind sehr dankbar, dass wir das Geld kriegen, denn die Sanierung war im Haushalt nicht vorgesehen", sagte der stellvertretende Landrat Norbert Reh.

Zum Abschluss des Termins nutzte Bürgermeister Manfred Hofmann die Gelegenheit und bat Markus Söder, sich ins Goldene Buch der Gemeinde Rückersdorf einzutragen. Der Minister blätterte interessiert. Dann schrieb er hinein: "Rückersdorf liegt mir am Herzen" und "Wir Franken halten zusammen."

Nun befindet Söder sich in guter Gesellschaft mit Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, Karin Stoiber und Papst Benedikt XVI, die sich ebenfalls schon in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen haben. 

Anne Cichon

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