Montag, 17.12.2018

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Spatenstich für Radweg zwischen Neunhof und Eschenau

Verbindung zwischen zwei Landkreisen soll Anfang 2019 fertig werden - 21.09.2018 18:19 Uhr

Innenminister Joachim Herrmann (Mitte, ohne Helm), Landtagsabgeordneter Markus Ganserer (Mitte, grüner Helm) und etliche Vertreter von Lauf und Eckental sowie der beiden Landkreise Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt griffen symbolisch zum Spaten. Im Frühling soll der Radweg entlang der Staatsstraße 2240 fertig sein. © Heck


Nicht nur heimische Politiker waren zu dem symbolischen Akt auf Eckentaler Gemeindegebiet gekommen, darunter Laufs Bürgermeister Benedikt Bisping, seine Eckentaler Kollegin Ilse Dölle und die beiden Landräte Armin Kroder (Nürnberger Land) und Alexander Tritthart (Erlangen-Höchstadt). Auch Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann und der Landtagsabgeordnete Markus Ganserer (Grüne) griffen zum Spaten und brachten somit den Neubau des Geh- und Radweges zwischen Neunhof und Eschenau entlang der Staatsstraße 2240 symbolisch auf den Weg.

Anwesend waren zudem Markt- und Stadträte beider Kommunen, Kreisräte der beiden Landkreise, Mitarbeiter der Verwaltungen, die Vertreter der beiden zuständigen Polizeistationen in Lauf und Uttenreuth, Vertreter der beteiligten Unternehmen und zahlreiche Bürger. Die Staatsstraße 2240 gilt als wichtigste direkte Straßenverbindung zwischen den Landkreisen Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt.

Lücke soll bald verschwinden

Während zwischen Neunhof und Lauf bereits fast durchgängig eine Radwegverbindung entlang der Staatsstraße 2240 vorhanden ist, müssen Radfahrer das rund 2,7 Kilometer lange Teilstück zwischen Neunhof und Eschenau momentan noch auf der Staatsstraße bewältigen. Diese Lücke wird durch das gemeinsame Projekt der Stadt Lauf und des Marktes Eckental nun geschlossen. 1,9 Kilometer und damit der größere Teil der Strecke liegt auf Laufer Gebiet. Ein großer Teil der Kosten von 2,5 Millionen Euro wird vom Freistaat gefördert.

Dem Anlass entsprechend kam der Laufer Bürgermeister Benedikt Bisping auf dem Fahrrad zu dem Termin. "Lange haben wir uns dafür eingesetzt und heute ist es endlich soweit", so das Laufer Stadtoberhaupt bei seiner Begrüßung. Er betonte, dass in den vergangenen zehn Jahren während seiner Amtszeit in der Laufer Umgebung bereits 25 Kilometer Radwegprojekte verwirklicht wurden.

Die Kommunen erfüllten nun einen großen Wunsch der Bürger, so Bisping. "Fast neun Jahre nach der Fertigstellung des Radweges von Vogelhof nach Neunhof schließen wir nun eine weitere kurze, aber doch empfindliche Lücke von 2,7 Kilometern im Radwegenetz der Region und verbinden in einer Nord-Südachse damit nicht nur Lauf und Eckental, sondern auch das Nürnberger Land und den Landkreis Erlangen-Höchstadt", so der Bürgermeister.

Freistaat fördert Maßnahme

Sein Dank galt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben und unterstützen, insbesondere der Regierung von Mittelfranken, die den Radweg für das Jahr 2018 als prioritäres Vorhaben eingestuft hat, und dem Freistaat Bayern, der die rund 2,5 Millionen Euro teure Maßnahme fördert, der Marktgemeinde Eckental für die gute Zusammenarbeit und den Anrainern, die das dafür notwendige Gelände verkauft haben.

Wie die weiteren Beteiligten betonte er, dass durch den Bau des Geh- und Radwegs die Strecke für Radfahrer nun erheblich sicherer werde. Ilse Dölle, die Eckentaler Bürgermeisterin, stellte auch die Anstrengungen Eckentals mit dem Angehen des zweiten Radwegprojektes, nach Mausgesees und Herpersdorf, innerhalb eines Jahres in den Vordergrund. Sie hob besonders die gute Zusammenarbeit der beiden Verwaltungen hervor. Gleichzeitig kündigte sie eine gemeinsame Tandemfahrt mit dem Laufer Amtskollegen bei der Eröffnung im Frühjahr an.

Geld steht zur Verfügung

Staatsminister Herrmann lobte das Zusammenwirken der Gemeinden und der Landkreise für das Projekt. Seit dem Beginn seiner Amtszeit vor fast elf Jahren habe er Schwung in das Radwegethema gebracht, so der Minister. Um der künftigen Verkehrsentwicklung Rechnung zu tragen, werde der Radwegebau in Bayern weiter vorangetrieben. "Es steht Geld zur Verfügung, das wir auch sinnvoll nutzen", so Herrmann. Geplant sei, in enger Kooperation mit den Kommunen den allgemeinen Radverkehr durch den Bau von Radschnellwegen zu stärken.

"Heute ist ein schöner Tag für die Metropolregion", sagte Armin Kroder, Landrat des Nürnberger Landes. "Fahrradfahren ist gesund", schob Kroder, der stellvertretender Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg ist, nach. Er wünscht sich aber attraktivere Fahrradhelme. Sein Kollege aus Erlangen-Höchstadt, Alexander Tritthart, betonte, er sei ein Verfechter der Partnerschaft der beiden Nachbarlandkreise. 

Georg Heck

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