Dienstag, 20.11.2018

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Vorsicht, Kröte: Amphibienwanderung hat begonnen

Tiere überqueren Straßen an Gewässern - Appell an Autofahrer - 07.04.2018 21:02 Uhr

In der Umgebung von Krötenzäunen sollten Autofahrer besonders vorsichtig fahren. © Archiv / dpa / Pleul


Rund 240 Grasfrösche und etliche Molche hat Heide Frobel vom Bund Naturschutz neulich an einem milden Abend über die Fuchsau-Straße getragen. Amphibien, die in Richtung ihres Geburtsgewässers streben, um dort abzulaichen, sollen von einem wadenhohen Zaun aus Folie daran gehindert werden, unter die Räder von Autos oder Traktoren zu geraten.

Bei der Suche nach einer Lücke zum Queren der Straße plumpsen die Amphibien – 19 Arten gibt es in Bayern – in vergrabene Eimer und werden jeweils morgens und abends von Helfern gefahrlos über die Straße getragen. Der Eimer hat unten Löcher, damit sich nicht zu viel Regenwasser ansammelt, enthält ein Stöckchen, damit abgestürzte Mäuse entkommen können, und ein Büschelchen Gras, unter dem sich die feuchtigkeitsliebenden Amphibien an heißen Tagen verkriechen können.

Bis zu 900 gerettete Tiere

In Schönberg kümmert sich der Dorfverein seit der Jahrtausendwende um den Krötenzaun, der am Ortsausgang in Richtung Lauf steht. Mit 240 Tieren am Tag können die Schönberger zwar nicht mithalten, aber 800 bis 900 pro Saison sind es laut Gernot Wolf vom Dorfverein schon. "Im März hat sich fast nichts getan, aber jetzt geht die Wanderung richtig los", sagt er. Tag für Tag tragen auch in dem Laufer Ortsteil Ehrenamtliche Kröten und Frösche über die Kreisstraße.

Heide Frobel hat eine Bitte an alle Autofahrer: "In der Umgebung von Krötenzäunen ganz langsam fahren!". Ab und zu schafft es ein Frosch doch auf die Straße, und auch die über Eimer gebückten Helfer fühlen sich so sicherer. Wer übrigens beim Amphibien-Retten helfen möchte, der kann sich auf der Webseite des Bund Naturschutz (www.bund-naturschutz.de) registrieren lassen. 

pz

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