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Leukämie-Lüge: Bischof Mixa sagt als Zeuge aus

Augsburgs ehemaliger Oberhirte ging Betrüger auf den Leim - 22.02. 10:37 Uhr

Ingolstadt   - Er hat sich von einem mutmaßlichen Betrüger fast 5000 Euro aus der Tasche ziehen lassen – nun steht der nach Misshandlungsvorwürfen zurückgetretene Bischof Walter Mixa als Zeuge vor Gericht.


Macht erneut abseits der Altarraums Schlagzeilen: Augsburgs einstiger Oberhirte Walter Mixa.
Macht erneut abseits der Altarraums Schlagzeilen: Augsburgs einstiger Oberhirte Walter Mixa.
Foto: dpa
Macht erneut abseits der Altarraums Schlagzeilen: Augsburgs einstiger Oberhirte Walter Mixa.
Macht erneut abseits der Altarraums Schlagzeilen: Augsburgs einstiger Oberhirte Walter Mixa.
Foto: dpa


Der einstige Augsburger Oberhirte soll im Prozess gegen den 29-Jährigen an diesem Donnerstag vor dem Landgericht Ingolstadt aussagen. Der unter anderem wegen Diebstahls und Betrugs angeklagte Mann rief im Herbst 2010 mehrfach bei dem damals im schwäbischen Kloster Fünfstetten lebenden Mixa an. Laut Anklage sprach er von einer Leukämieerkrankung seines Kindes, außerdem brauche er Geld für die Behandlung seiner eigenen Krankheit. Der Bischof habe dem Schwindler geglaubt und 4800 Euro überwiesen.

Womöglich erinnerte sich Mixa an den Mann, denn der Angeklagte war einst sein Messdiener. Das Geld sah er jedenfalls nie wieder. Mit der Masche legte der 29-Jährige laut Anklage neben anderen Opfern auch zwei Klosterschwestern herein. Für den Prozess wurden drei Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil soll am 8. März verkündet werden. Mixa war im April 2010 von seinem Amt als Augsburger Bischof zurückgetreten. Er war zuvor massiv unter Druck geraten, weil er in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Heimkinder geschlagen haben soll. Außerdem wurde sein ausschweifender Lebensstil kritisiert. 



dpa/lby

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