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Luftfahrtpionier Weisskopf: Neues Dokument verändert alles

Streit um den "Vater des modernen Flugwesens": War Franke doch der Erste? - 18.04.2018 14:57 Uhr

Ob er wirklich als erster geflogen ist? Ein Dokument könnte dies nun bestätigen. © Stella Randolph/dpa


Das Schriftstück haben jetzt Mitglieder der Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weisskopf (FGGW) in dessen Heimatort gefunden. Das Papier tauchte beim Umzug des für den Flugpionier eingerichteten Museums im Archiv auf.

Wörtlich heißt es im Dokument der US-Botschaft: "Da sich Whiteheads Flug ganze zwei Jahre vor einem ähnlichen Flug der Gebrüder Wright ereignete, für den den Brüdern das Verdienst zugesprochen wird, den ersten motorisierten Flug durchgeführt zu haben, ist im Grunde Whitehead der 'rechtmäßige' Vater des modernen Flugwesens". Gustav Weisskopf hatte seinen Namen in Gustave Whitehead geändert, als er in die Vereinigten Staaten von Amerika zog.

Die Zweifel bleiben bestehen

Das historische Dokument ist laut Fluggemeinschaftsvorstand Karl Heigold "Wasser auf unsere Mühlen. Für mich ist damit die Frage ,Ja isser denn überhaupt geflogen?‘ ein für allemal erledigt". Eine Nachfrage in der US-Botschaft in Berlin, wie die amerikanische Regierung heute zu dem 1983 veröffentlichten Sachverhalt stehe, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Dort steht es schwarz auf weiß: Gustav Weisskopf ist der Vater des modernen Flugwesens. Doch ist das Dokument auch echt? Die Frage blieb gestern offen. © Foto: Heinz Wraneschitz


Noch immer gibt es Zweifel daran, dass Weisskopf wirklich der erste Erstflug gelang. Zu den Skeptikern gehören vor allem einige Wissenschaftler des Deutschen Museums München.

Eine Version der Geschichte lautet: Weisskopf soll – zu diesem Zeitpunkt lebte er bereits in den USA – am 14. August 1901 mit einem motorisierten Flugzeug abgehoben sein. Mit dem Flugapparat legte er eine Strecke von etwa 800 Metern zurück. 1902 schafft er es mit einem anderen Modell sogar elf Kilometer zu fliegen.

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Heinz Wraneschitz

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