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Mahnfeuer gegen Wölfe: Frankens Schäfer haben Angst

Weidetierhalter bangen um Herden und die eigene Existenz - 08.09.2017 05:17 Uhr

Wanderschäfer und Mutterkuhhalter aus Franken und der Oberpfalz wollen sich am 15. September bei Greding treffen und gegen die Ausbreitung des Wolfes protestieren. © Boris Roessler


Das Mahnfeuer am Ortsrand von Kleinnottersdorf nördlich von Greding im Landkreis Roth reiht sich in eine europaweite Protestaktion ein. Ab 19 Uhr wollen sich dort Wanderschäfer und Mutterkuhhalter aus Franken und der Oberpfalz einfinden. "Die Schäfer haben Angst um ihre Tiere und auch um ihre Existenz", schreibt der 2000 Mitglieder zählende Landesverband Bayerischer Schafhalter auf seiner Homepage.

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Auch rund um den Großraum Nürnberg waren in den letzten Monaten gelegentlich durchziehende Wölfe gesichtet worden. Immer wieder kommt es zu Rissen, vor allem von Wildtieren wie vor Wochen im Veldensteiner Forst. Im Bayerischen Wald hat sich heuer, erstmals seit rund 150 Jahren, im Freistaat in freier Wildbahn wieder Nachwuchs eingestellt. Auch auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr sind Wölfe sesshaft geworden, von Jungtieren und somit einer Rudelbildung ist allerdings noch nichts bekannt.

"Wollen nicht erst warten, bis etwas passiert"

Der Deutsche Bauernverband fordert angesichts der Wiederansiedlung und Ausbreitung des Wolfs Konsequenzen, notfalls eine Bestandsregulierung. Auch Nutz- und Weidetierhalter verlangen eine Eindämmung der Population. "Die Politik lässt uns im Regen stehen", sagt Robert Eberler aus Hilpoltstein im Kreis Roth.

Der Schäfer hat sich in diesem Sommer drei Herdenschutzhunde der Rasse Mastín Español zugelegt. Nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung kämen die aus Spanien bezogenen Hunde mit der Herde gut zurecht, zeigten Abwehrverhalten und Stärke. Man werde den Wolf über kurz oder lang nicht aufhalten können, meint der Schäfer, "und wir wollten nicht erst warten, bis etwas passiert".

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