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Der klirrende Frost hat die Schifffahrt in Bayern zum Wochenbeginn weitgehend zum Erliegen gebracht. Allein wegen der Eis-Sperre auf dem Main-Donau-Kanal könnten inzwischen 32 Binnenschiffe nicht weiterfahren, berichtete das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg am Montag.
18 Schiffe seien auf dem Main-Donau-Kanal eingeschlossen, 14 Frachter hätten wegen der Kanalsperre an der südlichen Zufahrt eine Zwangspause einlegen müssen, berichtete der Sachbearbeiter im Schifffahrtsbüro der Behörde, Harald Göhring.
Auch auf weiten Teilen des bayerischen Mains ruht inzwischen der Schiffsverkehr. Seit Montag ist der 171 Kilometer lange Main-Donau-Kanal auf einer Länge von 115 Kilometern gesperrt. Die zunächst im mittleren Abschnitt verhängte Sperrung sei nun auf den nördlichen Abschnitt zwischen Bamberg und Hausen ausgeweitet worden, berichtete Göhring. „Der Kanal ist dort zwar noch nicht zugefroren. Aber nachdem der Main ab Bamberg flussabwärts gesperrt ist, macht es keinen Sinn, den Kanal auf dem 35 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Main-Mündung und Hausen offen zu halten. Da kann ja eh' kein Schiff kommen“, erläuterte Göhring.
Angesichts der täglich wachsenden Eisschicht könne die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer auch nicht mehr mit Eisbrechern freigehalten werden. Diese würden nur noch im Raum Nürnberg/Fürth eingesetzt, um zumindest die Stahltrogbrücken über die Flüsse Zenn und Rednitz eisfrei zu halten. Der Druck des Eises könnte die Kanalbrücken beschädigen.
Trotz der Sperrung müssten auch die zwölf Kanal-Schleusen zwischen Bamberg und Bachhausen im oberpfälzischen Abschnitt weiterhin besetzt bleiben. Um zu verhindern, dass sich in den Schleusenkammern Eis bilde, würden je nach Eisbildung die Kammern immer wieder mal geflutet und entleert.
Da der Wetterdienst auch für die kommenden Tag klirrenden Frost meldet, sei in dieser Woche kaum mit einer Besserung der Lage zu rechnen. „Ich gehe erst mal davon aus, dass sich an der Situation nichts ändern wird“, sagte Göhring. Bereits in den Vorjahren hatten Binnenschiffer oft wochenlang auf dem zugefrorenen Main-Donau-Kanal zubringen müssen.