Sonntag, 18.11.2018

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Metallteile in fränkischen Maisfeldern: Wer ist der Täter?

Die Motive werden heiß diskutiert - Klarheit gibt es noch nicht - 29.08.2018 15:25 Uhr

Die Ermittlungen des Landeskriminalamts zielen darauf, die Vorfälle in den Maisfeldern aufzuklären. © Polizei Unterfranken


Seit längerer Zeit werden Landwirte deutschlandweit zum Opfer von Metallanschlägen. Im August häuften sich nun auch in Unterfranken die Vorfälle: Insgesamt erstatteten zwölf Bauern, hauptsächlich im Landkreis Gerolzhofen, AnzeigeSie setzen dabei auf die Ermittlungen der Polizei, schließlich kann das Deponieren von Metallteilen sowohl zu einem hohen finanziellen Schaden führen, aber auch zum lebensbedrohlichen Geschoss für die Person im Mähdrescher werden.

Wer für diese Serie von Anschlägen verantwortlich ist, konnte bislang noch nicht ermittelt werden. Weder haben die Täter Spuren hinterlassen, noch wurden sie auf frischer Tat ertappt. Erste Erkenntnisse wird die Polizei voraussichtlich in zwei bis vier Wochen haben: Die vor Ort gefundenen Schrauben und Metallstangen wurden mittlerweile an das Landeskriminalamt weitergeleitet. Man erhofft sich konkrete Hinweise auf die Hintergründe und Täter.

Ermittlungsansätze, aber keine Fakten

Die Motive sind noch unklar - Landwirte in ganz Deutschland diskutieren und stellen Vermutungen auf. Für die einen sind es Tierschützer, die gegen Massentierhaltung protestieren möchten - andere gehen von Umweltschützern aus, die sich gegen die Produktion von Biogas wehren. Ein Konkurrenzkampf unter den Landwirten ist ebenso wenig auszuschließen.

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Die Angst fährt mit: Metallteile in unterfränkischen Feldern gefunden

Bei vielen Bauern im unterfränkischen Raum Schweinfurt setzt bei einem Blick auf ihre Felder ein mulmiges Gefühl ein. Denn ein Unbekannter terrorisiert die Bauern seit nun fast drei Wochen mit Metallteilen in Maisfeldern: Immer wieder werden Schrauben und Metallstangen an den Kolben gefunden. Die Folgen können lebensgefährlich sein: Das Deponieren von Metallteilen kann sowohl zu einem hohen finanziellen Schaden führen, aber auch zum lebensbedrohlichen Geschoss für die Person im Mähdrescher werden.


Diese Motive werden von der Polizei Unterfranken laut Pressesprecher Andreas Laacke zwar "in Betracht gezogen und dienen als Ermittlungsansatz", dem die Beamten nachgehen werden. Ob die Motive  tatsächlich hinter der Tat stecken, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt aber reine Spekulation.  

Die Beamten erhoffen sich von den Ermittlungen des Landeskriminalamts Hinweise, die den Täter überführen können. Bis dahin müssen die Landwirte ihre Augen offen halten und zur Sicherheit vor dem Erntegang die Maisfelder ablaufen.  

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