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Angehende Jäger erkunden Wälder und Feldflur

Viel Wissenswertes über Nahrungsgrundlagen für artenreiche Tierwelt — Wildschweine freuen sich über Silomais - 29.09.2017 09:59 Uhr

Die Jungjäger stecken die Köpfe nicht nur in Bücher und Jagdbestimmungen: Schulungen in freier Natur stehen natürlich auch auf dem Lehrplan. © Foto: Maria Krauß


Startpunkt der Expedition war der landwirtschaftliche Hof von Markus Meier in Hillohe, einem Milchviehbetrieb mit insgesamt rund 80 Hektar. Anschließend ging es mit dem Ausbilder Joseph Kirsch und Beratungsförster Josef Meier in den Wald und die Feldflur der Gemarkung Engelsberg am Habsberg. Es gab eine Unterweisung im Erkennen der Pflanzen- und Baumarten sowie über die Bedeutung des Ökosystems Wald.

Dabei ging Josef Meier sowohl auf die Funktion der naturnahen Waldverjüngung als auch auf die Nutz- und Schutzfunktion des Waldes ein, der in seiner natürlichen Artenvielfalt die Nahrungsgrundlage für eine artenreiche Tierwelt bildet. In der Feldflur führte Joseph Kirsch die Lehrgangsteilnehmer an verschiedene Äcker, die im Rahmen der Flächenstilllegungsprogramme von den Landwirten genutzt werden und zugleich Schutz- und Lebensraum für das Wild darstellen. Derzeit lässt sich in der Feldflur fast nur noch der Silomais finden. Für die vermehrt vorkommenden Wildschweine bildet dieser die ideale Möglichkeit der Deckung und Futterabnahme. Beide Ausbilder gingen in der mehrstündigen Revierbegehung auf den Erhalt des Waldes als Kulturlandschaft, die Sicherung der ländlichen Strukturen und die Erzeugung gesunder Lebensmittel als Ziele des Landbaus ein. Hierbei war es den beiden Fachmännern von Bedeutung, den angehenden Jungjägern einen praxisnahen Einblick zu bieten.

Die Teilnehmer des mehrmonatigen Lehrgangs der Kreisgruppe Neumarkt im Jagdhaus am Grünberg werden unter anderem in den Lehrbereichen Waffenhandhabe, Wildbiologie, Jagdrecht, Hundewesen, jagdliche Praxis, Naturschutz sowie Land- und Waldbau ausgebildet. Ab Februar 2018 beginnen dann die schriftlichen und mündlichen Prüfungen in sechs Bereichen mit abschließender Waffenhandhabe sowie Schießen.

Viele der Teilnehmer hatten bisher kaum Berührung mit der Jagd, einige kennen diesen Bereich jedoch von ihren Eltern und Großeltern. Wichtig ist es auch bei der Ausbildung, die Gepflogenheiten des Jägertums kennen und schätzen zu lernen. 

ks

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