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Donnerstag, 20.09.2018

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Architekt Johannes Berschneider – "Initiator und Motivator"

Als erster Oberpfälzer mit dem Bayerischen Architekturpreis ausgezeichnet — Verdienste um Baukultur - 29.07.2018 09:39 Uhr

Gudrun und Johannes Berschneider freuten sich, dass Pilsachs Bürgermeister Adolf Wolf und Landrat Willibald Gailler nach München gekommen waren. © Foto: Bayerische Architektenkammer


Besonders freut es ihn auch "für die Region", denn Berschneider ist der erste Oberpfälzer, der diese Ehrung erhält. Verliehen wird der Preis nur alle zwei bis drei Jahre, und "bisher blieb er meist in der Münchner Ecke", wie er mit einem Augenzwinkern erzählt. Denn er ist durchaus stolz, jetzt in einer Liste mit vielen bekannten Namen zu stehen, die ihm als jungem Architekten Vorbilder waren. Inzwischen hat er zwar das Rentenalter erreicht, denkt aber keineswegs daran, sich auf‘s Altenteil zurückzuziehen, ganz im Gegenteil. Dieser Preis ist ihm Ansporn, sich weiter für die Baukultur einzusetzen, weiter zu arbeiten, zu gestalten. Denn das nächste Großprojekt ist bereits in Planung: Die Hochschule am Residenzplatz.

Doch die Auszeichnung bekam Berschneider nicht für ein einzelnes Objekt, sondern dafür, dass es im eine Herzensangelegenheit ist, der Bevölkerung das Thema Architektur näher zu bringen.

"Als Initiator, Motivator und Organisator zahlreicher Aktivitäten vom Architekturbus über Vortragsveranstaltungen bis zur Ausstellung von Schülerprojekten ist er richtungsweisend und aus dem baukulturellen Geschehen in und um Neumarkt nicht wegzudenken", so die Fachleute der Bayerischen Architektenkammer, in der sich Berschneider ebenso seit langem engagiert wie im Bund Deutscher Architekten (BDA).

Genauso stolz wie jetzt auf den Architekturpreis ist Berschneider übrigens noch immer auf den Kulturpreis der Stadt Neumarkt, den er 2004 bekommen hatte, auch im Zusammenhang mit dem Bau des Museums Lothar Fischer. Damals war er ebenso überrascht wie erfreut, dass die Architektur eben auch als Teil der Kultur gesehen wird, als "Baukultur".

Der widmet er sich in inzwischen 100 Experten-Vorträgen, die in den letzten Jahren im Schnitt 300 bis 400 Besucher anlockten. Nicht zuletzt dieser Reihe sei es zu verdanken, dass heute private Bauherren, aber auch Entscheidungsträger in Stadtrat oder Kreistag den Wert von qualitätvollem Bauen erkannt haben.

Und Berschneider hat in München auch gleich Kontakte geknüpft und einen Termin für die Herbst-Reihe fix gemacht: Am 19. September wird Ministerin Ilse Aigner zu einer Veranstaltung zum Thema "Bauen im ländlichen Raum" nach Neumarkt kommen.  

JÜRGEN DENNERLOHR

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