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Auf Burgensteigen im Landkreis Neumarkt ist gut wandern

Neumarkter Abschnitt nun offiziell eröffnet — Landrat Gailler: "Glanzpunkte im Landkreis" - 17.09.2017 09:27 Uhr

Die Parsberger Burg, hier im Bild, ist einer der Zeilpunkte auf dem neuen Burgensteig im Landkreis Neumarkt. Zur offiziellen Eröffnung kamen viele Lokalpolitiker, Verwaltungs- und Tourismusvertreter und Wanderer. © Foto: Werner Sturm


Nach einer Wanderung von der Burg Parsberg zur Burg Lupburg feierten der Landkreischef, die Bürgermeister Josef Bauer aus Parsberg, Manfred Hauser aus Lubpurg, Eduard Meier aus Seubersdorf und Vizebürgermeister Klemens Meyer aus Velburg zusammen mit Tourismusreferentin Christine Riel, Abteilungsleiter Michael Gottschalk und Sachgebietsleiter Michael Endres die Eröffnung der Neumarkter Burgensteige.

Ebenfalls mit dabei waren Vertreter des Deutschen Alpenvereins und des Landkreises Regensburg sowie die Tourismusfachkräfte der Kommunen.

Aus Neumarkt war in historischem Gewand Reinhard Veit von den Wolfsteinfreunden angreist. "Heute lacht die Sonne über Parsberg, Lupburg und über dem gesamten Landkreis Neumarkt", freute sich Gailler.

Weil das Wetter passte, machten sich morgens um 9.30 Uhr gut zwei Dutzend Wanderer auf die Spuren des Ritters Wonnebold, der die Wandermarkierungen der Burgensteige ziert. Erste Station war die Burg Parsberg. Dort gab es eine kleine Stärkung . Bürgermeister Bauer begrüßte die Gruppe.

Zur Burg in Lupburg ging es dann zu Fuß weiter. Im Burghof hoch über den Dächern des Marktfleckens wehten Fahnen im Wind, Musikanten spielten auf und auf einem Grill brutzelten Würste für die Lupburger Burgflöte. Auf dem Burgvorplatz staunten die Gäste über den Masckererbrunnen, der gerade rechtzeitig fertig wurde. Die Figuren zeigen die wichtigsten Größen des Lupburger Faschings: Obermarktgraf, Fleckerlmann und Hofnarr.

Die Bürgermeister Bauer und Hauser durchschnitten unter den Augen Wonnebolds ein vor das Burgtor gespanntes Band und gaben damit symbolisch die Burgensteige frei.

Tausende Arbeitsstunden

Die Lupburger Burg ist nach den Worten Hausers ein Symbol der historischen Eigenständigkeit des Marktfleckens. Ihre Geschichte reicht zurück bis in das Jahr 960, 1632 wurde sie von den Schweden zerstört, 2006 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Nach mehr als zehntausend freiwilligen Arbeitsstunden erhebt sich die Burg in neuem Glanz über den Ort. Sie ist mit Leben erfüllt, Heimat vieler Vereine und Sitz der Marktverwaltung. Laut Gailler seien die Burgen in Lupburg und Parsberg Glanzpunkte im Landkreis Neumarkt. Ausdrücklich bezog Gailler die Gemeinden Seubersdorf und Velburg sowie die Wolfsteiner in seine Dankesworte ein: "Es ist schön zu sehen, wie überall historische Schätze aufgebaut, bewahrt und zukunftsfähig gemacht werden."

Die Neumarkter Burgensteige sind als Weitwanderweg in beide Richtungen von Neumarkt beziehungsweise Seubersdorf aus bis Lupburg markiert. Tageswanderer können auf regionalen Routen zum Ausgangspunkt zurückwandern. Die Neumarkter Burgensteige ergänzen die bereits bestehenden Regensburger Burgensteige und machen die Burgen sowie Ruinen im Tal der Schwarzen Laber auf den Burgensteigen erstmals durchgängig für Wanderer erlebbar.

Neben dem Qualitätswanderweg Jurasteig und dem Wasser- und Mühlenwanderweg im Tal der Weißen und Wissinger Laber erschließt nun der Burgensteig auch das Tal der Schwarzen Laber für die Wanderer. 

WERNER STURM

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