Samstag, 17.11.2018

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Auf kulinarischer Zeitreise in Neumarkt

Schmankerlwochen vom 1. bis 31. Oktober stehen heuer im Zeichen geschichtsträchtiger Gerichte - 31.08.2018 19:31 Uhr

„Was verkörpert Neumarkts Historie besser als die Express Werke?“, fragt Werner Thumann — und freut sich mit den Vertretern des Tourismusverbandes und der Familie Eßmann darüber, dass bei den diesjährigen Schmankerlwochen auch die Express-Freunde mit dabei sind. © Foto: Athina Tsimplostefanaki


Wie kam das Risotto alla milanese zu seiner berühmten gelben Farbe? Welche Gerichte, die heute wahre Klassiker sind, wurden ursprünglich aus der Not heraus kreiert? Und aus welcher Sprache kommt der bayerische Böfflamott eigentlich? Diese und viele andere unterhaltsame und spannende Geschichten rund um Kulinarische sollen bei den diesjährigen Neumarkter Schmankerlwochen geklärt werden – nebenbei natürlich, denn vor allem geht es naturgemäß ums Essen.

Das Motto "Gerichte mit Geschichte(n)" interpretieren alle zehn beteiligten Schmankerlwirte unterschiedlich. So lädt das Restaurant Essenz zu einem kulinarischen "Schweinsgalopp" durch die Jahrhunderte ein. "Das geht von Kolumbus bis Canossa", sagt Küchenchef Stefan Eßmann, "und sogar den Boris Becker haben wir nicht vergessen." Hier werden also historische Ereignisse kulinarisch interpretiert. Wie schmeckt es beispielsweise, wenn 573 vor Christus Rom aus dem Ei schlüpft? Auf die Interpretation der Familie Eßmann, in der selbstgebackenes Brot, Tomaten und Mozzarella eine Rolle spielen, darf man gespannt sein.

Werner Thumann, Vorsitzender des Tourismusverbandes Neumarkt, bedankt sich bereits jetzt bei allen Wirten, für die die Aktion "kein Spaziergang" sei. "Umso mehr freuen wir uns darauf, dass sie auch bei den 28. Neumarkter Schmankerlwochen wieder mit so viel Engagement dabei sind." Wie jedes Jahr wolle man mit dem kulinarischen Event für eine besondere Qualität stehen — mit einem besonderen Fokus auf regionale und saisonale Produkte, wie Thumann sagt. Dass die diesjährige Schmankerlbroschüre ein leerer Teller ziere, werde vielleicht für einige Diskussionen sorgen. "Aber einen leeren Teller kann eben jeder so füllen, wie er mag", sagt Thumann.

Damit wolle man auch für interessante Tischgespräche sorgen und Fragen aufwerfen: Ist das überhaupt selbstverständlich, dass wir jeden Tag einen vollen Teller haben? Warum werden so viele Lebensmittel weggeworfen? Und wie kann man die Ernährung nachhaltig gestalten? Der leere Teller bietet Platz für alle diese Fragen. Und spätestens die Anekdoten rund um die angebotenen Speisen bieten dann viel Gesprächsbedarf. "Ich glaube, die Tischgespräche werden dieses Jahr besonders spannend sein", sagt Thumann. 

Maria Segat Neumarkter Nachrichten E-Mail

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