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Die Hofpfarrei, St. Johannes sowie Heilig Kreuz feierten Fronleichnam — der Name kommt es aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet soviel wie Leib des Herrn – wieder gemeinsam. Das Motto, das auf Thomas von Aquin zurückgeht, lautete „O Geheimnis unseres Glaubens“.
Verantwortlich für die Organisation war heuer die Hofpfarrei. An den vier Altären wurde das Evangelium vorgetragen und bei den Fürbitten um verschiedene Anliegen gebetet.
Dekan Monsignore Richard Distler, Domkapitular Norbert Winner und Kaplan Marco Benini trugen abwechselnd das Allerheiligste unter dem Baldachin, flankiert von sechs Feuerwehrmännern mit Helm und weißen Handschuhen.
Hinter dem Himmel schritten Bürgermeisterin Ruth Dorner, Landrat Albert Löhner und MdB Alois Karl. In der Monstranz befindet sich eine Hostie, Sinnbild dafür, dass Christus gegenwärtig ist.
Den zweiten und dritten Altar gestalteten wie schon seit Jahrzehnten am Oberen Markt die Familien Hofmann/Ochsenkühn und am Weißenfeldplatz die Familie Mayer. „Wir haben den Altar das ganze Jahr über in unserem Kammerl aufbewahrt“, erzählt die 75-jährige Christa Hofmann.
Das Altarbild hat aber einen besonderen Platz. „Es hängt in unserem Schlafzimmer. Es stammt vom Vater von Lothar Fischer“, weiß Christa Hofmann. Das Bild zeigt Maria mit dem Jesuskind. Enkel Michael Ochsenkühn darf sich um den Auf- und Abbau kümmern.
Am Weißenfeldplatz baut Michael Mayer den Altar auf und zündet rechtzeitig die Kerzen an. „Seit 1959 Jahren machen das unsere Familienmitglieder“, merkt sein 86-jähriger Vater Franz Mayer nicht ohne Stolz an. Kinder und Enkel machen aus verschiedenfarbigen Blüten einen kunstvollen Blumenteppich.
An der Prozession — der Schmuck an den Häusern hielt sich heuer in Grenzen – beteiligten sich traditionell die Fahnenabordnungen der katholischen Verbände, oder von Traditionsvereinen, die wie die Cheveaulegers, mit Federbuschhelm optisch hervorstachen.
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Chorgemeinschaft der drei Pfarreien unter der Leitung von Regionalkantor Helmut Lehner und die Werkvolkkapelle.
Am Residenzplatz befand sich der vierte Altar, wo Dekan Monsignore Richard Distler den letzten Segen erteilte. Kaum war der Segen gesprochen, stürmten viele Gläubige zu den jungen Birken, zwickten oder knickten Zweige ab, die dann zu Haus Glück und Segen bringen sollen.


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