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Autobahn-Streit: Landkreis macht keinen Druck

Vor dem Votum der Gemeinde Lauterhofen soll es keine Entscheidung über den Kreisstraßenausbau geben - 29.11.2017 10:23 Uhr

Längst sind die Verkehrsprobleme rund um Traunfeld wegen eines möglichen A 6-Anschlusses kein rein lokales Problem mehr. Der Landkreis will sich in die Entscheidung der Gemeinde Lauterhofen erst einmal nicht einmischen. © F.: Jutta Riedel


Der Kreisausschuss hat bei seiner jüngsten Sitzung in Parsberg bei einer Gegenstimme von Grünen-Kreisrat  Roland Schlusche beschlossen, dass Planungen für den Ausbau des Kreisstraßennetzes erst dann in Auftrag gegeben werden, wenn der Markt Lauterhofen für die Anschlussstelle votiert hat.

Nach Ansicht von Landrat Willibald Gailler würde sich zwar ein Autobahnanschluss bei Traunfeld positiv auf die Landkreisentwicklung auswirken und viele Verbesserungen für die Menschen vor Ort mit sich bringen. Aber: "Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger von Lauterhofen nicht unter Druck setzen. Es ist Sache der Kommune was geschieht, das wollen wir nicht beeinflussen. Es ist noch Zeit genug."

Vor dem Beschluss wurde eifrig diskutiert. Während Roland Schlusche den Autobahnanschluss aus vielerlei Gründen, etwa wegen des Landverbrauchs, ablehnte, sprachen sich zum Beispiel Alois Scherer (CSU), Josef Köstler (CSU), Günter Müller (FW) und Helmut Himmler (SPD) dafür aus.

Der Neumarkter Stadtrat Helmut Lahner (CSU) vertrat gar die Ansicht, dass man keiner Kommune das alleinige Entscheidungsrecht einräumen sollte. "Der Landkreis trägt die Gesamtverantwortung", sagte er. Es blieb dabei, was Landrat Gailler wollte: "Die Gemeinde Lauterhofen muss entscheiden, was sie will." 

WERNER STURM

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