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Das erklärte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) vom Innenministerium bei einem Besuch der Polizeiinspektion und der Autobahnpolizeistelle in Parsberg. Eck war auf Einladung von MdL Albert Füracker (CSU) nach Parsberg gekommen.Und der sagte den Polizeibeamten auch warum: „Es ist gut, wenn sie ihre Anliegen direkt dorthin tragen, wo die wesentlichen Entscheidungen fallen, nämlich ins Innenministerium.“
In Anwesenheit des Leitenden Polizeidirektors Stephan Kirsch vom Polizeipräsidium Oberpfalz und von APS-Dienststellenleiter Jakob Wittmann stellte der Erste Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter dem Staatssekretär die, wie er sagte, Basis-Dienststelle Parsberg vor. Die umfasst demnach die Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels (mit Truppenübungsplatz), Lupburg, Parsberg, Seubersdorf, Velburg (mit Truppenübungsplatz) mit insgesamt rund 31000 Einwohnern und 699 Quadratkilometern (davon 163 Quadratkilometer im Truppenübungsplatz).
„Der Truppenübungsplatz Hohenfels mit seinen US-Bürgern und den übenden Soldaten ist ein sehr arbeitsintensivster Bereich der PI Parsberg“, so Gotteswinter zur Intensivierung der polizeilichen Zusammenarbeit sei im Truppenübungsplatz ein Büro eingerichtet, in dem ein bayerischer Polizeibeamter den Truppenstandort dauerhaft vor Ort betreut.
Ein großes Aufgabenfeld für die Polizeiinspektion stellten auch die drei Bezirkskliniken in Parsberg dar. Außerdem würden, so Gotteswinter, die überregionalen Verkehrswege, wie die A 3, Kriminalität anziehen. Gotteswinter ging auch auf die jährliche Sonnwendfeier der „rechten Kameradschaft Altmühltal“ ein, die immer wieder für Unmut in der Bevölkerung sorge. „Wir haben gut zu tun“, fasste Gotteswinter zusammen und sprach von einer ordentlichen Personalausstattung der Dienststelle. Allerdings stünden heuer Pensionierungen an, der Altersdurchschnitt der Beamten liege bei 50 Jahren, und viele Kollegen müssten bis zur Pensionierung im Schichtdienst arbeiten.
Staatssekretär Eck sagte: „In Bayern hat die Polizei bei den Verantwortlichen in der Politik einen so hohen Stellenwert wie in keinem anderen Bundesland.“ Deshalb habe die Staatsregierung unter anderem beschlossen, nach dem Personalabbau in der Vergangenheit 1000 zusätzliche Stellen im Polizeidienst zu schaffen und zur 40-Stunden-Woche zurückzukehren. Es dauere aber zwei bis drei Jahre, bis diese Maßnahmen greifen würden. Es stelle sich bei allen Entscheidungen die Frage, wie viel man ausgeben und investieren könne, auch vor dem Hintergrund, die Staatsschulden abbauen zu wollen. „Es kann nicht sein, dass Politiker aus Angst vor dieser Diskussion Tore aufreißen“, so Eck.
Er sei froh, dass in Parsberg nicht das große Lied des Jammerns angestimmt wurde, so Eck. Angesprochen auf den Rechtsextremismus erklärte der Staatssekretär: „Hier müssen wir noch hellhöriger und sensibler reagieren, als in der Vergangenheit und wir sind auch auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen.“

